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Kampf gegen Missbrauch : Papst setzt Bischof in Paraguay ab

  • -Aktualisiert am

Abgesetzt: Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano Bild: AP

Mit sofortiger Wirkung hat Papst Franziskus Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano aus Paraguay des Amtes enthoben. Der Kirchenmann soll einen Priester gedeckt haben, dem Kindesmissbrauch vorgeworfen wird.

          Papst Franziskus hat am Donnerstag in einem weiteren Schritt im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester mit sofortiger Wirkung den Bischof von Ciudad del Este in Paraguay, Rogelio Ricardo Livieres Plano, abgesetzt. Diese schwerwiegende Maßnahme sei aus „ernsten seelsorgerischen Gründen“ erfolgt, verlautete im Vatikan. Es gehe um die Einheit der Ortskirche.

          Zu den Vorwürfen gegen Livieres machte der Vatikan aber keine Angaben. Dem Vernehmen nach soll der Bischof zumindest einen Priester, nämlich seinen früheren, mittlerweile zurückgetreten Generalvikar geschützt haben, indem er das Verfahren wegen Kindesmissbrauchs gegen ihn im Sand verlaufen ließ.

          Livieres, Mitglied im Opus Dei, hatte im Juni Aufsehen erregt, als er den Erzbischof von Asuncion als homosexuell bezeichnete und seinen Ausschluss aus der Kirche forderte. Seither gab es Streit in Paraguays Kirche; und der Papst schickte einen Visitator zur Untersuchung der Vorfälle. In einer Erklärung forderte der Papst nun Klerus und Kirchenvolk zur Einheit und zu Gehorsam gegenüber dem Heiligen Stuhl auf.

          Erst vor zwei Tagen war im Vatikan der polnische Erzbischof Josef Wesolowski wegen Kindesmissbrauch als Nuntius in der Dominikanischen Republik in Vorbereitung auf ein Strafverfahren verhaftet worden. Ihm drohen bis zu sieben Jahre Gefängnis.

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