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Terrorismus : Zahl gefährlicher Islamisten steigt schnell an

  • Aktualisiert am

IS-Kämpfer posieren für ein Propagandabild Bild: Picture-Alliance

Das BKA stuft einem Bericht zufolge mittlerweile fast 500 Personen in Deutschland als gefährliche Islamisten ein. Unterdessen hat der „Islamische Staat“ zum muslimischen Fastenmonat Ramadan zu Anschlägen in Europa und Amerika aufgerufen.

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          Die Zahl gefährlicher Islamisten in Deutschland hat sich einem Zeitungsbericht zufolge deutlich erhöht. Das Bundeskriminalamt (BKA) zähle derzeit bundesweit 497 Menschen mit extremistischen Einstellungen, von denen eine Terrorgefahr ausgehe, berichtet die „Welt am Sonntag“. Im Januar 2015 hätten die Behörden noch rund 270 Islamisten als „Gefährder“ eingestuft.

          Zu den sogenannten Gefährdern hinzu kommen den Angaben zufolge derzeit noch 339 weitere Islamisten, die als „Relevante Personen“ eingestuft werden. Dabei handele es sich um Extremisten, die als mögliche Helfer und Sympathisanten von Terroristen gelten.

          Anschläge zu Ramadan

          Unterdessen hat die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) ihre Anhänger laut einer neuen Audiobotschaft zu Anschlägen in Europa und Amerika aufgerufen. In einem der Gruppe zugeschriebenen Clip, der am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet wurde, werden die Gefolgsleute von einem Sprecher angehalten, im Fastenmonat Ramadan Angriffe auf militärische und zivile Ziele im Westen zu verüben.

          Für die Echtheit der Aufnahme gab es zunächst keine Bestätigung. Der Ramadan beginnt in diesem Jahr Anfang Juni. Die radikalen Sunniten haben große Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle gebracht und sind auch in Libyen und Afghanistan präsent.

          Nach jüngsten Angaben des französischen Geheimdienstes rüstet sich der IS für eine Welle von Bombenanschlägen auf Menschenmengen während der Fußball-Europameisterschaft. Vor sechs Monaten waren bei koordinierten Anschlägen auf Cafes, Bars, ein Fußballstadion und eine Konzerthalle in Paris 130 Menschen ums Leben gekommen. Die EM startet am 10. Juni und dauert bis zum 10. Juli. Zu den 51 Spielen in zehn Stadien werden mehr als 2,5 Millionen Besucher erwartet.

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