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Syrien-Rückkehrer : Schweden zu lebenslanger Haft verurteilt

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Ein Mitglied der „Sittenpolizei“der IS-Terrormiliz verliest in deren syrischer Hochburg Raqqa im Mai 2015 den Beschluss eines „islamischen“ Gerichts, der mehrere wegen Ehebruchs Verurteilte zum Auspeitschen verurteilt. Bild: AP

Mit einem harten Urteil hat ein Gericht in Schweden zwei aus Syrien zurückgekehrte Männer verurteilt. Für ihre Teilnahme an Hinrichtungen der Terrormiliz IS erhielten sie die Höchststrafe.

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          Ein Gericht im schwedischen Göteborg hat am Montag zwei Männer zu lebenslanger Haft verurteilt, weil sie an Morden in Syrien beteiligt waren. Als Beweis diente ein Video, das sie bei der Enthauptung zweier Opfer zeigte. Die Polizei fand die Aufnahme auf einem USB-Stick, den sie bei einer Hausdurchsuchung bei einem der Männer beschlagnahmte.

          Den Opfern sei die Kehle durchschnitten worden. „Sie haben nicht das Messer geführt, waren aber in hohem Grad in die Tat einbezogen“, erklärte die Staatsanwaltschaft in dem Prozess. Die Verurteilten hatten die Vorwürfe nach Gerichtsangaben bestritten. Die Hinrichtungen seien als Warnung an die Bevölkerung in Syrien gemeint gewesen, nicht von der „richtigen, muslimischen Lehre“ abzuweichen.

          Die Organisation, der sich die beiden Schweden in Syrien angeschlossen hatten, wurde vom Gericht nicht konkret genannt. Sie sympathisierten aber mit einem Regime, das auf der Scharia und der Ausrufung eines Gottesstaates - dem Kalifat - beruhe.

          In Syrien und im Irak hat die Extremistenmiliz Islamischer Staat ein Kalifat ausgerufen. Die sunnitische Gruppe zwingt der Bevölkerung eine besonders strenge Form des Islams auf und veröffentlicht immer wieder Videos mit Gräueltaten. Nach Angaben der schwedischen Polizei haben sich seit 2012 rund 280 Schweden terroristischen Organisationen in Syrien oder im Irak angeschlossen. Rund 115 seien bisher zurückgekommen.

          Die beiden Männer - 30 und 32 Jahre alt -,  bestritten jede Beteiligung und wollten Berufung einlegen. Der Jüngere gab an, 2013 im Rahmen eine Hilfseinsatzes in Syrien und in der Türkei gewesen zu sein. Zu der Tätergruppe auf dem Film gehörten offenbar mehrere Schweden, die bislang nicht identifiziert werden konnten. Auch die Identität der Opfer ist unbekannt.

          „Es war eine historische Herausforderung für Schweden, mit Dschihadisten umzugehen, die terroristische Straftaten im Ausland begangen haben“, sagte der Terrorexperte Peder Hyllengren dem schwedischen Fernsehen SVT. Das Urteil könne einen abschreckenden Effekt haben.

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