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Reaktionen auf Nizza : „Ein massenmörderischer Anschlag“

  • Aktualisiert am

Schweigeminute beim Asien-Europa-Gipfel (Asem) für die Opfer von Nizza. Bild: Reuters

Der Anschlag in Nizza hat weltweit Entsetzen ausgelöst. Bundespräsident Joachim Gauck sieht in dem Angriff eine Attacke auf die Werte des Westens. Barack Obama bietet Frankreich jede erdenkliche Hilfe an. Auch die Kanzlerin hat sich geäußert.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat den tödlichen Anschlag im französischen Nizza auf das Schärfste verurteilt. „Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten“, erklärte Obama in der Nacht zum Freitag in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die Vereinigten Staaten böten der französischen Seite alle erdenkliche Hilfe an, um auf die Attacke zu reagieren.

          „Am Tag der Bastille erinnern wir uns der außerordentlichen Ausdauer und der demokratischen Werte, die Frankreich zu einer Inspiration für die ganze Welt gemacht haben“, erklärte Obama.

          Bundespräsident Joachim Gauck kondolierte dem französischen Staatsoberhaupt.  „Der 14. Juli, der Tag an dem Frankreich seinen Nationalfeiertag begeht, steht für die Werte der französischen Revolution, die auch unsere Werte sind“, heißt es in dem Schreiben. „Ein Angriff auf Frankreich ist deshalb ein Angriff auf die gesamte freie Welt. Meine Gedanken und mein Mitgefühl sind in dieser schweren Stunde bei den Opfern, ihren Angehörigen und bei allen Ihren Landsleuten.“

          Auch die Bundesregierung reagierte geschockt. „Das Entsetzen über den Anschlag von Nizza ist kaum in Worte zu fassen. Alle Gedanken sind bei unseren französischen Freunden“, twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnete die Tat als „massenmörderischen Anschlag“. Sie sagte am Freitag am Rande des Asem-Gipfels in der Mongolei: „Deutschland steht im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite Frankreichs.“ Deutschland teile die Trauer mit Frankreich, man werde den Terror gemeinsam bekämpfen. „Ich bin sehr überzeugt, dass wir trotz aller Schwierigkeiten den Kampf gewinnen werden.“

          Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bezeichnete die Attacke als „barbarischen und feigen terroristischen Anschlag“. In einer Erklärung teilte das Gremium sein Mitgefühl für die Familien der Opfer mit. Ebenso kondolierte er der französischen Regierung. Man hoffe, dass die Täter der terroristischen Tat zur Rechenschaft gezogen würden, hieß es darin.

          EU-Ratspräsident Donald Tusk sagte vor Journalisten in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator: "Es ist ein trauriger Tag für Frankreich, Europa und uns alle hier in der Mongolei." Es sei ein Angriff auf die Menschen in Frankreich gewesen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert hätten. "Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus."

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