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Reaktionen auf Anschläge : „Ein Zurückweichen darf es nicht geben“

  • Aktualisiert am

Polizeiwagen in Brüssel: Das gesellschaftliche Leben in der europäischen Hauptstadt kommt zum Erliegen. Bild: AFP

Politiker äußern Trauer und Entsetzen über die Anschläge in Brüssel. Russlands Präsident Putin spricht von einem „barbarischen Verbrechen“. Auch Obama hat sich geäußert.

          Nach den Anschlägen in Brüssel melden sich viele Politiker zu Wort und bringen ihre Trauer und ihr Entsetzen zum Ausdruck. Einige Reaktionen im Überblick.

          Der amerikanische Präsident Barack Obama hat die Terroranschläge von Brüssel verurteilt. „Die Gedanken und Gebete der amerikanischen Bevölkerung sind mit den Menschen in Belgien“, sagte er am Dienstag in der kubanischen Hauptstadt Havanna. „Es ist eine Erinnerung daran, dass die Welt zusammenstehen muss.“ Verteidigungsminister Ashton Carter sagte den europäischen Verbündeten Unterstützung im Kampf gegen den Terror zu.

          EU-Ratspräsident Donald Tusk twittert: „Die EU gibt Brüssels Solidarität zurück und wird Brüssel, Belgien und
          Europa helfen, der Bedrohung durch den Terror entgegenzutreten.“

          Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, twittert: „Die widerwärtigen Anschläge in Brüssel lassen uns alle zusammenstehen: Solidarität mit den Opfern und Entschlossenheit gegen die Terroristen.“

          Der britische Premierminister David Cameron twittert: „Ich bin schockiert und besorgt wegen der Ereignisse in Brüssel. Wir werden alles tun, um zu helfen.“

          Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Anschläge in Belgien als „barbarische Verbrechen“ verurteilt. Der Terrorismus kenne keine Grenzen und müsse daher in aktiver internationaler Zusammenarbeit bekämpft werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Putin habe dem belgischen König Philippe sein Beileid ausgesprochen, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Unter den Opfern bei mehreren Explosionen in Brüssel seien nach ersten Erkenntnissen keine russischen Staatsbürger, teilte das  Außenministerium in Moskau mit.

          „Gezielt das Herz Europas attackiert"

          Bundespräsident Joachim Gauck verurteilte die Anschläge als schreckliches Verbrechen: „Deutschland steht angesichts dieser terroristischen Gewaltakte an der Seite Belgiens“, schrieb er an den belgischen König Philippe.

          Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilte die Anschläge scharf: Sie zielten „auf das Herz Europas und richten sich in ihrer verbrecherischen Heimtücke auf wehrlose Menschen“. Belgien könne sich auf die Unterstützung Europas verlassen. „Wir stellen uns dem Terrorismus gemeinsam und entschlossen entgegen.“

          Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht die Anschläge in Brüssel nicht nur als Angriff auf Belgien, sondern auf die gesamte EU: „Ein Zurückweichen darf es nicht geben.“, sagte er am Dienstag.

          Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat mit großer Betroffenheit auf die Terroranschläge von Brüssel reagiert. Es handele sich um menschenverachtende Gewalttaten, sagte der CSU-Vorsitzende laut Staatskanzlei am Dienstag in München. „Die Attentäter haben mit den heutigen Anschlägen in Brüssel bewusst auf das Herz Europas gezielt und ihren blinden Hass auf unsere europäischen Werte gezeigt: auf unsere Demokratie und unsere Freiheitsrechte.“

          Bundesumweltministerin Barbara Hendricks spricht von schockieren Nachrichten aus Brüssel: „Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden.“

          Kanzleramtschef Peter Altmaier hat Brüssel und der Europäischen Union nach den Terrorattacken in der belgischen Hauptstadt deutschen Beistand versichert. „Unfassbar. Die Terroristen dürfen nie gewinnen! Die Werte Europas sind stärker als Hass und Gewalt! Alle Solidarität für Brüssel und die EU“, schrieb der CDU-Politiker am Dienstag auf dem Kurzmitteilungsdienst Twitter.

          Frankreichs Premierminister Manuel Valls hat den Opfern sein Mitgefühl ausgedrückt und erneut von „Kriegsakten“ gesprochen. „Ich möchte meine Solidarität gegenüber der belgischen Regierung, unseren belgischen Freunden ausdrücken, die heute Morgen in Brüssel offenkundig von mehreren Anschlägen getroffen wurden“, sagte er am Dienstag nach einem Treffen bei Präsident François Hollande im Élyséepalast. „Wir sind im Krieg. Wir erleiden in Europa seit mehreren Monaten Kriegsakte.“ Frankreichs Regierung hatte nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 immer wieder von einem Krieg gegen die Terrormiliz Islamischer Staat gesprochen.

          Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat die Anschläge in Brüssel aufs Schärfste verurteilt. „Dies ist vorsätzlicher Mord“, sagte Rutte in einer Erklärung am Dienstag in Den Haag. „Brüssel ist bis ins Mark getroffen, Belgien ist bis ins Mark getroffen, Europa ist bis ins Mark getroffen.“ Die Niederlande haben zur Zeit die EU-Ratspräsidentschaft und halten nach Angaben von Rutte engen Kontakt zur EU-Kommission in Brüssel.

          Bundesjustizminister Heiko Maas hat die mutmaßlichen Terroranschläge in Brüssel verurteilt. „Das ist ein schwarzer Tag für Europa. Diese abscheulichen Taten treffen uns alle. Wir stehen an der Seite von #Bruessel und der Belgier“, schrieb der SPD-Politiker am Dienstag auf Deutsch und Englisch bei Twitter. Bei Explosionen am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel sind am Dienstag mehrere Menschen getötet und etliche verletzt worden.

          Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat sich bestürzt über die Terroranschläge in Brüssel geäußert. „Meine Gedanken und Empfindungen sind in diesen Stunden bei den Toten, den Verletzten und ihren Angehörigen“, erklärte er am Dienstag in Bonn. In der aktuellen Karwoche werde die Kirche „besonders für die Opfer der Gewalt und ihre Angehörigen beten“, kündigte Marx an, der auch Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (Comece) ist.

          Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu rief zum Zusammenhalt auf: „Der einzige Weg, diese Terroristen zu besiegen, ist es, zusammenzustehen und gemeinsam zu kämpfen.“

          Justin Trudeau, Kanadas Premierminister, zeigte sich „entsetzt und zutiefst traurig über die Nachricht, dass so viele getötet und verletzt worden sind“.

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