https://www.faz.net/-gpf-8afwr

Nach Anschlägen von Paris : Sicherheitsrat verabschiedet französische Anti-IS-Resolution

  • Aktualisiert am

Der Sicherheitsrat hat zum Kampf gegen den IS aufgerufen und die jüngsten Anschläge verurteilt. Bild: AP

Das Gremium fordert die Staaten auf, „alle nötigen Maßnahmen“ gegen die Terrorgruppe zu unternehmen. Der IS sei eine „globale und nie dagewesene Bedrohung“.

          1 Min.

          Eine Woche nach den Anschlägen von Paris hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum internationalen Kampf gegen die radikale Miliz „Islamischer Staat“ (IS) aufgerufen. Der IS stelle eine „globale und noch nie dagewesene Bedrohung“ für Sicherheit und Frieden in der Welt dar, heißt es in einer von den 15 Mitgliedern des Gremiums am Freitag einstimmig verabschiedeten Resolution.

          In der Resolution werden alle Nationen aufgefordert, sofern es ihnen möglich ist, sich dem Kampf gegen den IS anzuschließen und ihre Anstrengungen zur Verhinderung von weiteren Angriffen der Gruppe zu verdoppeln.Staaten sollten  „alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen“, um die Extremisten in Syrien und dem Irak zu bekämpfen. Dabei müssten das „internationale Recht und insbesondere die UN-Charta“ eingehalten werden, heißt es in dem Text.

          Die von Frankreich eingebrachte Resolution gibt politische Rückendeckung für den Kampf gegen die Dschihadistengruppe, die sich zu den Anschlägen mit 130 Toten in Paris bekannt hatte.Die Resolution erteilt nicht die rechtliche Erlaubnis, militärisch gegen die IS-Miliz vorzugehen. Sie erwähnt auch nicht Kapitel 7 der UN-Charta, der Staaten den Einsatz von Gewalt erlaubt.

          Frankreichs Außenminister Laurent Fabius begrüßte die Verabschiedung der Resolution und forderte zugleich, dass sich alle Staaten konkret an dem Kampf gegen die Extremisten beteiligen „sei es durch militärische Taten, die Suche nach politischen Lösungen oder den Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus“.

          Neben den Anschlägen von Paris verurteilt die Resolution auch die Angriffe im tunesischen Sousse, Ankara und Beirut sowie den Anschlag auf ein russische Passagierflugzeug über dem Sinai, zu denen sich die IS-Miliz bekannte.

          Weitere Themen

          Die Zeit der Rüpel ist vorbei Video-Seite öffnen

          Bidens neue Minister : Die Zeit der Rüpel ist vorbei

          Der designierte amerikanische Präsident setzt demnach auf Personen, die in ihrem Gebiet als anerkannte Experten gelten. Für sein Kabinett bedeutet das: Es wird in Zukunft wieder professioneller zugehen.

          Topmeldungen

          Der Kurs soll steigen: Kurve an der Deutschen Börse in Frankfurt.

          Reform an der Börse : Alle Macht dem Dax

          Die Deutsche Börse wagt den großen Wurf: Nach 33 Jahren soll der Dax von 30 auf 40 Mitglieder vergrößert werden. Was steckt dahinter – und wie kann ein Fall wie Wirecard künftig verhindert werden? Eine Analyse.
          Weihnachten mit der Familie? Die Ministerpräsidenten der Länder wollen einheitliche Regelungen für die Feiertage.

          Weihnachten, Silvester, Schule : Darauf haben sich die Länder geeinigt

          Die Ministerpräsidenten haben sich auf einheitliche Kontaktregeln zur Bekämpfung der noch immer zu hohen Corona-Infektionszahlen verständigt. Bis Weihnachten sollen strengere Regeln gelten, zu den Feiertagen werden sie dann gelockert.

          Machtwechsel in Amerika : Trumps kalkuliertes Ende

          Der scheidende Präsident kapituliert scheibchenweise. Es geht ihm um seinen künftigen Einfluss – und um viel Geld. Scheitert sein diabolischer Plan nun an der dilettantischen Ausführung?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.