https://www.faz.net/-gpf-8a6wj

Nach Anschlägen von Paris : Seehofer fordert besseren Schutz der Grenzen

  • Aktualisiert am

„Wir müssen wissen, wer durch unser Land fährt“: der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer Bild: dpa

Deutschland müsse angesichts der vielen Flüchtlinge „wissen, wer durch unser Land fährt“, sagt Bayerns Ministerpräsident. Sein Finanzminister Söder will sich die Möglichkeit der Grenzschließung vorbehalten.

          1 Min.

          Angesichts der Terroranschläge von Paris hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer einen stärkeren Schutz der deutschen Grenzen und eine schnelle Abstimmung zwischen Bund und Ländern über weitere Maßnahmen gefordert. Auf dem Parteitag der sächsischen CDU sagte Seehofer am Samstag in Neukieritzsch: „Zu diesen zusätzlichen Sicherheitsanforderungen gehört auch eine stärkere Kontrolle der europäischen Grenzen, aber auch der nationalen Grenzen.“ Angesichts der starken Zuwanderung nach Deutschland „müssen wir wissen, wer durch unser Land fährt“, sagte er am Samstag. Das sei das „Gebot der Stunde".

          Söder: Deutschland muss sich Grenzschließung vorbehalten

          Seehofer kritisierte, dass die EU den Bürgern Schutz der Außengrenzen zugesagt habe, was aber nicht funktioniere. „Es geht um die Wiederherstellung von Recht und Ordnung in Europa. Dazu gehört, dass Schengen wieder angewandt wird", sagte er.

          Seehofers Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte der „Welt am Sonntag“, nach den Anschlägen von Paris sollte sich Deutschland die Schließung seiner Grenzen vorbehalten. „Die Zeit unkontrollierter Zuwanderung und illegaler Einwanderung kann so nicht weitergehen“, sagte Söder dem Blatt. „Paris ändert alles.“

          Haseloff: Flüchtlinge fliehen vor diesen Verbrechern

          Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) rief nach den Terroranschlägen von Paris hingegen zu einer klaren Differenzierung zwischen Tätern und Opfern auf. Flüchtlinge kämen zu uns, weil es im Nahen Osten Verbrecher gebe, erklärte Haseloff am Samstag auf der Vertreterversammlung seiner Partei in Oschersleben. „Wir werden nicht zurückweichen“, sagte Haseloff. Er stellte zugleich klar, dass das Asylrecht im Grundgesetz unantastbar sei. Die Delegierten wollen am frühen Nachmittag Haseloff als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im März kommenden Jahres auf Platz eins der Landesliste setzen.

          Weitere Themen

          Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.

          Morales hofft auf vierte Amtszeit Video-Seite öffnen

          Bolivien : Morales hofft auf vierte Amtszeit

          Am Rande einer Wahlkampfkundgebung mit dem linksgerichteten Präsidenten Evo Morales gab es auch Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen.

          Topmeldungen

          Andreas Scheuer am Mittwoch in Berlin

          Verkehrsminister Scheuer : Im Porsche durch die Politik

          Verkehrsminister Andreas Scheuer hat einen Vorteil, der ihm beim Streit über die Pkw-Maut zum Nachteil gereichen könnte: eine gewisse Lockerheit.
          Christian Lindner hat bei der Grundrente bewiesen: Die FDP lebt. Hier spricht er bei einer Veranstaltung im Dezember 2017.

          Einigung auf Grundsteuer : Die FDP lebt

          Die FDP hat ihre Vetomacht im Bundesrat klug genutzt. Die neue Grundsteuer ist ungewohnt freiheitlich für Deutschland. Ein großes Manko des Steuer-Monstrums bleibt dennoch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.