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Luftangriffe : Beobachter melden Rückzug der IS-Führung aus Raqqa

  • Aktualisiert am

Luftangriffe auf IS-Stellungen bei Raqqa - aufgenommen von der russischen Luftwaffe Bild: Reuters

Nach den Terroranschlägen hat Frankreich seine Luftangriffe auf den "Islamischen Staat" in Syrien verschärft. Informanten vor Ort berichten, dass sich nun viele Dschihadisten aus ihrer Hochburg Raqqa zurückziehen. 

          Die Führung der Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) zieht sich nach Angaben von Beobachtern aus der syrischen Stadt Raqqa zurück. Die Kämpfer und ihre Familien hätten damit begonnen, sich abzusetzen, teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London am Mittwoch unter Berufung auf Informanten vor Ort mit. Allein in den vergangenen drei Tagen seien in Raqqa mindestens 33 IS-Kämpfer bei Angriffen von französischen Kampfflugzeugen und der Luftwaffe anderer Länder getötet worden.

          Nach den Terroranschlägen in Paris hatte die französische Luftwaffe ihre Angriffe auf den IS in Syrien verschärft. Seit mehr als einem Jahr bombardiert eine internationale Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten die Extremisten in Syrien und im Irak. Auch Russland fliegt in Syrien Luftangriffe gegen den IS. Washington weist darauf hin, dass die Terrormilz mittlerweile rund ein Viertel ihres Herrschaftsgebietes in beiden Ländern verloren hat.

          Die Luftschläge in Syrien richten sich gegen die Infrastruktur der Dschihadisten, die noch immer große Gebiete im Norden und Osten des Landes kontrollieren. Die von den Vereinigten Staaten  geführte Koalition nimmt Kommandostellungen, Waffenlager und Trainingscamps ins Visier. Dem amerikanischen Verteidigungsminister Ashton Carter zufolge soll vor allem auch Öl-Infrastruktur zerstört werden, um den IS finanziell zu schwächen. Er finanziert sich sehr stark aus dem Ölverkauf.

          Seit längerem gibt es Gerüchte, die syrischen Kurden planten eine Offensive, um Raqqa einzunehmen. Darauf deutet auch die Aussage von Carter hin, die Vereinigten Staaten unterstützten Kräfte, die sich in Richtung der Stadt bewegten. Die Angriffe der Koalition könnten dazu dienen, die Offensive vorzubereiten.

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