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Kommentar : Alarmierendes aus Syrien

Während die internationalen Akteure in immer neuen Konferenzen über eine Lösung für Syrien verhandeln, werden auf dem syrischen Schlachtfeld neue Realitäten geschaffen.

          Es hat wenig zu sagen, dass immer mehr internationale Konferenzen zu Syrien stattfinden: In Genf vermitteln die UN zwischen dem Regime Assad und der Opposition; in London findet an diesem Donnerstag eine Geberkonferenz statt; in München treffen sich in einer Woche die wichtigsten internationalen Akteure. Unterdessen werden auf dem syrischen Schlachtfeld neue Realitäten geschaffen.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Seit Moskau für das Regime Assad kämpft, sind die Angriffe der russischen Luftwaffe auf Stellungen der Opposition nicht so massiv gewesen wie jetzt. So soll die Rebellion doch noch in die Knie gezwungen werden – ohne Rücksicht auf Zivilisten und um Fakten zu schaffen vor den Gesprächen in Genf. Das zeigt, wie sich Moskau eine Lösung vorstellt: nicht politisch, sondern militärisch.

          Noch mehr Sorge bereitet allerdings die Nachricht, dass der „Islamische Staat“ chemische Kampfstoffe, die er einsetzt, nicht entwendet hat, sondern dass er offenbar Senfgas selbst herstellen kann. Schlimm genug, dass es nicht nur in Syrien und dem Irak bei Terroranschlägen eingesetzt werden könnte. Es könnte auch anderswo sein.

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