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Kampf gegen IS : Finanzchef der Terrormiliz angeblich getötet

  • Aktualisiert am

Dieses vom russischen Verteidigungsministerium verbreitete Bild zeigt einen Luftangriff auf Öltanks in Syrien im November. Bild: AP

Bei Luftangriffen gegen den Islamischen Staat (IS) ist nach amerikanischen Angaben der Finanzchef der Extremistenmiliz getötet worden. Abu Saleh soll Ende November ums Leben gekommen sein.

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          Bei Angriffen der internationalen Militärkoalition gegen den Islamischen Staat (IS) ist nach Angaben der Vereinigten Staaten der Finanzchef der Dschihadistenorganisation getötet worden. Ein Sprecher des amerikanischen Militärs sagte am Donnerstag, Abu Saleh sei Ende November ums Leben gekommen. Saleh sei „eines der ranghöchsten und erfahrensten Mitglieder“ des Finanzsystems des IS gewesen, sagte sagte Oberst Steve Warren am Donnerstag vor Journalisten im amerikanischen Verteidigungsministerium.

          Die Tötung von Saleh und seinen Vorgängern sei entscheidend, um das „nötige Wissen“ zur Koordinierung der Finanzen im IS auszulöschen, sagte Warren weiter. Der amerikanische Regierungsgesandte für den Kampf gegen den IS, Brett McGurk, schrieb dazu, Saleh sei gemeinsam mit zwei weiteren Vertrauten im Rahmen des Vorgehens gegen die IS-Finanzstruktur getötet worden. Saleh sei so etwas wie der „Finanzminister“ des IS gewesen, erklärte McGurk.

          Abu Saleh wurde auf der Terrorliste des amerikanischen Außenministeriums als Muwaffak Mustafa Mohammed al-Karmusch geführt, dabei handelte es sich um einen 42-jährigen Iraker. Die beiden weiteren getöteten Finanzexperten der Dschihadisten wurden als Abu Mariam, ein ranghoher Vertreter des IS-Erpressungsapparats, sowie Abu Wakman al-Tunis identifiziert, der für den IS den Schmuggel von Menschen und Waffen organisiert haben soll. Bei Abu Mariam soll es sich um einen 32-jährigen Tunesier handeln.

          Die Vereinigten Staaten fliegen in Syrien und im Irak Luftangriffe auf IS-Ziele. Die Organisation hat in Teilen beider Länder eine brutale Herrschaft errichtet. Es blieb nun unklar, ob Saleh und seine Gefolgsleute in Syrien oder im Irak getötet wurden. Sie alle starben aber nach amerikanischen Angaben zufolge „Ende November“.

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