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Jordanien : Acht Tote bei Einsatz gegen IS-Miliz

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Jordanische Soldaten helfen Flüchtlingen aus Syrien. Nach Angaben der UNO beherbergt das Land mehr als 630.000 syrische Kriegsflüchtlinge. Bild: dpa

Bei einer Razzia gegen IS-Kämpfer in Jordanien an der Grenze zu Syrien eskaliert die Lage. Es kommt zu Gefechten, es gibt Tote und Verletzte.

          Bei Zusammenstößen zwischen jordanischen Sicherheitskräften und mutmaßlichen Dschihadisten an der Grenze zu Syrien sind in der Nacht zum Mittwoch mindestens acht Menschen getötet worden. Die Spezialtruppen hätten 30 Verdächtige nahe eines palästinensischen Flüchtlingslagers in der nordjordanischen Stadt Irbid aufgespürt, hieß es aus jordanischen Sicherheitskreisen. Dann sei es zu Kämpfen gekommen.

          Wie die jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete, wurden sieben „Verbrecher“ sowie ein Offizier der Sicherheitskräfte getötet. Außerdem wurden vier Menschen verletzt, darunter zwei Zivilisten. Es gab eine Festnahme.

          Jordanien hat Dutzende Rückkehrer aus Syrien, von denen einige vom syrischen Al-Qaida-Ableger Nusra Front oder dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeworben wurden, vor Gericht gebracht und verurteilt. Die meisten Verurteilten sind Jordanier.

          Das  Königreich ist ein Verbündeter Amerikas im internationalen Militäreinsatz gegen den IS, der weite Teile Syriens und des Iraks kontrolliert. Hunderttausende Syrer sind seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 nach Jordanien geflohen. Das Land hat bereits
           mehrfach vor Anschlägen durch IS-Mitglieder gewarnt.

          Die Stadt Irbid liegt nur wenige Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Dort nehmen die jordanischen Sicherheitskräfte regelmäßig Drogenhändler sowie Islamisten fest, die sich Extremistengruppen in Syrien anschließen wollen.

          Jordanien ist Teil der amerikanisch-geführten Militärkoalition, die in Syrien und im Irak mit Luftangriffen gegen die IS-Miliz vorgeht. Nach Angaben der UNO beherbergt das Land mehr als 630.000 syrische Kriegsflüchtlinge. Die Regierung in Amman spricht sogar von 1,4 Millionen Schutzsuchenden. Viele von ihnen seien in Jordanien nicht registriert.

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