https://www.faz.net/aktuell/politik/kampf-gegen-den-terror/hollande-verlaengert-ausnahmezustand-auf-drei-monate-13914491.html

Nach Attentaten in Paris : Hollande möchte Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern

  • Aktualisiert am

Polizisten am Sonntag vor dem Café Carillon in Paris Bild: dpa

Frankreich für drei Monate im Ausnahmezustand – so will es der französische Präsident Hollande. Zunächst muss aber das Parlament zustimmen.

          1 Min.

          Nach den Terroranschlägen in Paris möchte der französische Präsident François Hollande den Ausnahmezustand auf drei Monate ausweiten. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP und beruft sich auf Parlamentskreise.

          Am letzten Freitag sind nach einer Reihe von Attentaten in Paris 129 Menschen ums Leben gekommen. Viele weitere wurden schwer verletzt und sind noch in Lebensgefahr. Zu den Attentaten hat sich die islamistische Terrorvereinigung IS bekannt.

          Am Wochenende sind viele staatliche Einrichtungen und öffentliche Plätze im ganzen Land geschlossen geblieben. Die französischen Bürger wurden zeitweise gebeten, ihre Häuser nicht zu verlassen

          Die Ausrufung des Ausnahmezustands ermöglicht den französischen Behörden, Versammlungsverbote zu verhängen oder Hausdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss vorzunehmen. Präsident Hollande hatte kurz nach den Terroranschlägen in Paris den Ausnahmezustand auch verhängt, um unmittelbar die Landesgrenzen schließen zu lassen.

          Nach französischen Recht muss das Parlament für eine Verlängerung des Ausnahmezustands über zwölf Tage hinaus ein Gesetz beschließen.

          Spurensuche in Paris : Kalaschnikows in mutmaßlichem Tatfahrzeug

          Die französische Polizei fahndet noch nach den Hintermännern des Anschlags. Am Sonntag kam es in Belgien zu Festnahmen. Ein Tatverdächtiger soll noch auf der Flucht sein.

          Weitere Themen

          Boris Johnson will „weitermachen“ Video-Seite öffnen

          Trotz Rücktrittswelle : Boris Johnson will „weitermachen“

          Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will trotz der Rücktrittswelle in seiner Regierung im Amt bleiben. Im Abgeordnetenhaus sagte er, die Aufgabe eines Premierministers bestehe darin, auch „unter schwierigen Umständen weiterzumachen“.

          Topmeldungen

          Sie wollen, dass er will: Trump ließ sich Ende Juni auf einer Kundgebung in Mendon im Staat Illinois bejubeln.

          US-Präsidentschaft : Erwägt Donald Trump eine frühe Kandidatur?

          Bislang verlief der Sommer nicht im Sinne Trumps. Die Aufarbeitung der Erstürmung des Kapitols verärgert ihn. Sieht er sich gezwungen, die Verkündung seiner Präsidentenkandidatur vorzuziehen?
          Boris Johnson am Mittwoch bei der wöchentlichen Fragestunde im Parlament 10:45

          F.A.Z. Frühdenker : Wie lange hält Boris Johnson noch durch?

          Boris Johnson blickt in den Abgrund. Ferda Ataman soll Antidiskriminierungsbeauftragte werden. Die Außenminister der G 20 treffen sich. Und Tatjana Maria spielt im Wimbledon-Halbfinale. Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
          Der Dieselskandal spaltet die Autozulieferer.

          VW-Dieselskandal : Conti wird von seiner schmutzigen Vergangenheit eingeholt

          Verstrickungen in den Dieselskandal sind ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Ein Vorwurf: Conti-Ingenieure sollen zusammen mit VW eine verbotene Abschalteinrichtung entwickelt haben. Bald wird Anklage erhoben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.