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Terrorgefahr bändigen : Unterstützung für die Türkei nach Terroranschlag in Istanbul

Deutschland und Russland mit klarem Signal gen Türkei: Der Kampf gegen den Terror muss gemeinsam gewonnen werden. Bild: Reuters

Der Anschlag auf den Flughafen Atatürk kostete 41 Menschen das Leben. Nicht nur türkische Staatsführer sprechen nun Solidarität und Unterstützung aus.

          Nach dem Terroranschlag auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul haben zahlreiche Staatsführer der Türkei Solidarität und Unterstützung zugesagt. Bundespräsident Joachim Gauck versicherte dem türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan: „Deutschland steht angesichts dieser hinterhältigen Gewaltakte an der Seite der Türkei.“

          Michael Martens

          Korrespondent für südosteuropäische Länder mit Sitz in Wien.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem „hinterhältigen Akt des Terrorismus“ und betonte, die Staatengemeinschaft sei „im Kampf gegen den Terrorismus vereint“. Erdogan selbst warnte am Mittwoch: „Jeder soll wissen, dass die Terrororganisationen nicht unterscheiden zwischen Istanbul und London, Ankara und Berlin, Izmir und Chicago, Antalya und Rom.“

          Bei den Anschlägen dreier Selbstmordattentäter am Dienstagabend wurden laut türkischen Angaben mindestens 41 Menschen getötet, fast 240 wurden verletzt. Unter den Toten waren demnach auch 13 Ausländer, aber offenbar keine Deutschen. Die türkische Regierung mutmaßte, die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ stecke hinter dem Anschlag, hielt sich mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen aber zunächst zurück. Bislang hat keine Gruppierung die Verantwortung für den Terrorangriff übernommen.

          Russland hebt Sanktionen gegen die Türkei auf

          Die türkische Nachrichtenagentur Dogan berichtete ohne Quellenangabe, die Untersuchung von Leichenteilen der Attentäter habe ergeben, dass es sich „womöglich“ um Ausländer handele. Ministerpräsident Binali Yildirim schloss Sicherheitsmängel am Flughafen aus: „Weder im Abflug- noch im Ankunftsbereich kann von einer Sicherheitslücke die Rede sein“, sagte er am Tatort.

          In Ankara wurde hervorgehoben, dass keiner der Attentäter die äußeren Sicherheitsschleusen des internationalen Terminals habe passieren können. Laut Yildirim schossen die Täter mit Maschinenpistolen um sich, bevor sie sich in die Luft sprengten.

          Ein Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin sagte, der Angriff zeige, „wie aktuell Aufrufe sind, gemeinsam den Terror zu bekämpfen“. Putin teilte nach einem schon vor dem Anschlag vereinbarten Telefongespräch mit Erdogan mit, er habe die Aufhebung der Sanktionen gegen die Türkei angeordnet.

          Diese waren nach dem türkischen Abschuss eines russischen Kampffliegers im November 2015 verhängt worden. Der Luftverkehr von und nach Istanbul wurde am Mittwoch wieder aufgenommen, doch kam es noch zu zahlreichen Verspätungen.

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