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Kampf gegen IS : Deutsche Tornados offenbar nachts nicht einsetzbar

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Ein Tornado der Bundeswehr auf dem Weg zum Luftwaffenstützpunkt Incirlik in der Türkei. Bild: dpa

Seit Anfang des Jahres sollen auch Bundeswehr-Tornados den Kampf gegen die Terrororganisation IS unterstützen. Nachts allerdings können die Flieger einem Bericht zufolge nicht eingesetzt werden – weil die Cockpitbeleuchtung die Piloten blendet.

          Die Bundeswehr kann ihre Tornados einem Zeitungsbericht zufolge nachts nicht zu Aufklärungsflügen gegen die Islamisten-Miliz IS in Syrien und im Irak einsetzen. Grund dafür sei die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware (ASSTA-3), berichtete die Zeitung „Bild“ am Dienstag unter Berufung auf einen Sprecher der Luftwaffe. Dadurch reflektiere die Cockpit-Beleuchtung der Tornados so stark, dass ein Kampfeinsatz bei Nacht nicht möglich sei. Es werde an einer „zeitnahen Zwischenlösung“ gearbeitet.

          Bis Ende des Jahres hoffe die Luftwaffe, die Probleme grundsätzlich beheben zu können. Der Einsatz sei durch die Nachtflug-Probleme aber nicht gefährdet. Die Aufklärungsergebnisse seien bei Tag ohnehin besser.

          Seit Anfang des Jahres beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die IS-Milz. Damit erfüllt Deutschland seine Hilfszusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen, bei denen Mitte November 130 Menschen getötet wurden. Außerdem versorgt ein ebenfalls am türkischen Stützpunkt Incirlik stationiertes deutsches Tankflugzeug seit Dezember Kampfjets der internationalen Koalition mit Treibstoff.

          Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ erhält im Persischen Golf Geleitschutz von einer deutschen Fregatte. Seit einem Jahr bilden Bundeswehr-Soldaten im Nordirak kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Einsatz gegen die Islamisten aus.

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