https://www.faz.net/-gpf-8iury

Kabul : Dutzende Tote bei Taliban-Anschlag auf Polizeibus

  • Aktualisiert am

Ein Bus wurde bei dem Anschlag völlig zerstört. Bild: Reuters

Nach Berichten der BBC sollen bis zu 40 Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Bus mit Polizeikadetten getötet worden sein. Die Taliban übernahmen die Verantwortung.

          Bei einem Anschlag der radikalislamischen Taliban auf einen Polizeikonvoi sind in der afghanischen Hauptstadt Kabul 27 Polizeikadetten getötet worden. Das bestätigte der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki, am Donnerstagmittag.

          40 Menschen seien zudem verletzt worden. Mindestens 23 Verwundete seien in Kabuler Krankenhäuser gebracht worden, sagte deren Verwaltungsleiter Muhibullah Sir.

          Laut Innenministerium waren zwei Selbstmordattentäter an dem Anschlag beteiligt, einer zu Fuß, einer in einem Auto. Augenzeugen berichteten von zwei Explosionen. Die zweite Explosion soll erfolgt sein, nachdem Polizei und Rettungskräfte eingetroffen waren.

          Wieviele Polizeifahrzeuge betroffen waren, blieb zunächst unklar. Tolo TV zeigte mehrere Reisebusse. Laut einer Quelle kamen die Kadetten aus der Provinz Wardak und waren vor den Eid-Feiertagen auf dem Weg in die Ferien.

          Die Taliban bezichtigten sich des Anschlags per Kurznachrichtendienst Twitter und gaben an, 27 Menschen getötet zu haben.

          Die afghanische Polizei sichert den Ort des Anschlags in Kabul.

          Fahrzeuge von Polizei, Militär und Regierung werden landesweit mittlerweile fast täglich angegriffen. Die Anschläge sind Teil einer von den Taliban mit Beginn ihrer Frühjahrsoffensive verkündeten Taktik zur Zermürbung der Streitkräfte und Regierung.

          Erst vor zehn Tagen waren bei einem Selbstmordanschlag der Taliban auf einen Bus mit nepalesischen Wachmännern der kanadischen Botschaft 15 Menschen getötet worden.

          Weitere Themen

          Kinder-Camps als Geldanlage

          Ärger für Trump : Kinder-Camps als Geldanlage

          Die Abschiebe-Camps der Trump-Regierung sorgen seit Monaten für Kritik. Die privaten Betreiber verdienen mehr Geld, weil mehr Migranten festgehalten werden. Auch Trumps ehemaliger Stabschef John Kelly nutzt die Gunst der Stunde zum Geldmachen.

          Eine weitere Nation im All? Video-Seite öffnen

          Indien will zum Mond : Eine weitere Nation im All?

          Nach Amerika, der Sowjetunion und China könnte das Land das vierte Land sein, dem eine Landung auf dem Mond glückt. Mit der Chandrayaan-2-Mission sollen am bisher unerforschten Südpol Erkenntnisse zur Mondoberfläche gewonnen werden.

          Topmeldungen

          Erdgas-Streit mit der EU : „Erdogan fährt eine Kamikaze-Politik“

          Die EU-Außenminister haben Sanktionen gegen die Türkei erlassen, weil sie vor der Küste von Zypern nach Gas bohrt. Ökonomieprofessor Erdal Yalcin spricht im F.A.Z.-Interview über die Abhängigkeit Ankaras und den Rückhalt für Erdogan.

          Von der Leyen in Straßburg : Flucht nach links

          In ihrer Bewerbungsrede ringt Ursula von der Leyen vor allem um die Zustimmung von Sozialdemokraten und Liberalen. Ihre Chancen auf einen Wahlerfolg am Abend dürften gestiegen sein – dank ihres engagierten Auftritts. Eine Analyse.
          Bundeskanzler Konrad Adenauer (links) und Ludwig Erhard im September 1963 in Bonn

          Nachkriegszeit : Als sich die CDU vom Sozialismus abwandte

          Nach dem Krieg forderte die CDU die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien. Dann kam Ludwig Erhard – und mit ihm vor genau 70 Jahren die politische Kehrtwende hin zur Marktwirtschaft.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.