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Nach Anschlag am Flughafen : Attentäter von Istanbul identifiziert

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Ein Mitglied der türkischen Spezialsicherheitseinheit bewacht den Atatürk-Flughafen in Istanbul. Bild: AP

Bei den Selbstmordattentätern des Anschlags am Istanbuler Flughafen hat es sich offenbar um einen Usbeken, einen Kirgisen und einen russischen Staatsbürger gehandelt. Auch bei der Fahndung nach Hintermännern meldet die Türkei erste Erfolge.

          Bei den Selbstmordattentätern am Atatürk-Flughafen in Istanbul hat es sich um einen Usbeken, einen Kirgisen und einen russischen Staatsbürger gehandelt. Das wurde am Donnerstag aus türkischen Regierungskreisen bestätigt. Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, der russische Staatsbürger stamme aus der Region Dagestan. Die Regierung in Moskau bestätigte einen Attentäter mit russischer Staatsbürgerschaft zunächst nicht. „Wir haben keine Informationen über die mögliche Beteiligung eines russischen Staatsbürgers“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

          Im Zusammenhang mit den Terrorangriff, bei dem mehrere Dutzend Menschen ums Leben kamen, haben die türkischen Behörden zudem 13 Verdächtige festgenommen. Darunter seien drei Ausländer, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Die Polizei habe Razzien an 16 verschiedenen Adressen durchgeführt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

          Die türkische Regierung vermutet die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hinter dem Anschlag auf den Flughafen Istanbul. Die Indizien deuteten auf eine Drahtzieherschaft der Miliz hin, sagte der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am Mittwoch bei einem Besuch  am Anschlagsort. Er sprach von drei Selbstmordattentätern, zu deren Identität oder Herkunft er aber keine Angaben machte.

          Attentäter in der Abflughalle

          Einer der drei Täter ist nach Angaben von Regierungskreisen bis in die Abflughalle des Internationalen Terminals eingedrungen. Der erste Attentäter habe sich an der Sicherheitskontrolle am Eingang in die Luft gesprengt und damit Chaos ausgelöst, hieß es am Mittwochabend aus Regierungskreisen. Dadurch habe der zweite Attentäter ins Gebäude gelangen und dann seinen Sprengsatz in der Abflughalle im ersten Stock zünden können. Ein dritter Attentäter habe sich anschließend draußen vor dem Gebäude in die Luft gesprengt. Mutmaßlich habe er damit fliehende Menschen treffen wollen.

          Mindestens 41 Menschen sind ums Leben gekommen. Bei den Toten handelte es sich nach türkischen Regierungsangaben um 38 Opfer und die drei Selbstmordattentäter. Mindestens 239 Menschen wurden verletzt, darunter eine Deutsche.

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