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Terroranschläge in Brüssel : Selbstmordattentäter arbeitete offenbar am Flughafen

  • Aktualisiert am

Najim Laachraoui soll gute Kenntnisse vom Brüsseler Flughafen gehabt haben. Bild: Reuters

Einem Fernsehbericht zufolge arbeitete einer der beiden Attentäter vom Brüsseler Flughafen fünf Jahre lang dort. Zu dieser Zeit habe er in einem Gebetsraum im Untergeschoss „radikalisiertes Personal“ getroffen.

          Najim Laachraoui, einer der beiden Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, hat einem Medienbericht zufolge fünf Jahre dort gearbeitet. Er sei bis Ende 2012 als Zeitarbeiter bei einem Unternehmen beschäftigt gewesen, das auf dem Airport arbeite. Das berichtete der flämische TV-Sender VTM am Mittwoch. Die Staatsanwaltschaft nahm zunächst keine Stellung.

          Die Flughafenpolizei habe kurz vor den Attentaten auf dem internationalen Flughafen im Untergeschoss einen geheimen Gebetsraum entdeckt, berichtete der Sender weiter. Dort habe sich „radikalisiertes Personal“ getroffen, um heimlich zu beten. Der Gebetsraum sei geschlossen worden. Inzwischen sei eine Liste erstellt worden mit „mindestens 50 Mitarbeitern“, die als radikal eingestuft worden seien und Zugang zum Flughafen gehabt hätten.

          Laachraoui soll nach früheren Ermittlerangaben auch als Bombenspezialist an den Pariser Anschlägen vom November 2015, bei denen insgesamt 130 Menschen ums Leben kamen, beteiligt gewesen sein. Seine DNA wurde auf Resten von Sprengstoffgürteln gefunden. Der in Marokko geborene Belgier war 2013 nach Syrien gereist, um den Kampf der Dschihadisten zu unterstützen. Zusammen mit dem mutmaßlichen Paris-Attentäter Salah Abdeslam wurde er im September an der österreichisch-ungarischen Grenze unter falschem Namen kontrolliert.

          Auf dem Flughafen der belgischen Hauptstadt sprengte sich am 22. März auch Ibrahim El Bakraoui in die Luft. Dort und in der Brüsseler U-Bahn 32 Menschen getötet, mehr als 300 wurden verletzt. Zu den Bombenattentaten hatte sich die Terrormiliz „Islamischer Staat“ bekannt.

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