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Kampf gegen IS : Assads Truppen rücken auf syrische Oasenstadt Palmyra vor

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Kulturbarbarei: IS-Kämpfer sprengen Ende August 2015 in Palmyra den 2000 Jahre alten Tempel von Baalshamin. Bild: AP

Die Eroberung der historischen Oasenstadt Palmyra war für die Terrormiliz IS ein wichtiger Propagandasieg. Nun steht sie vor der Rückeroberung.

          Syrische Regimetruppen rücken auf die historische Oasenstadt Palmyra vor, die von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrolliert wird. Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad seien nur„zwei Kilometer vom südlichen und fünf Kilometer vom westlichen Rand“ der zentralsyrischen Stadt entfernt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

          Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Verweis auf eine Militärquelle, die Einheiten der Regierung hätten einen strategisch wichtigen Hügel südwestlich der Stadt eingenommen. Die IS-Miliz wehre sich und habe seit Montag mindestens 26 Regierungssoldaten getötet, hieß es weiter.

          Die syrische Armee hatte mit Hilfe massiver russischer Luftangriffe vor etwa zwei Wochen eine Offensive zur Rückeroberung Palmyras begonnen. Palmyra gehört zum Unesco-Weltkulturerbe. Die Stadt war wegen ihrer gut erhaltenen antiken Ruinen weltbekannt.

          Die IS Terrormiliz eroberte Palmyra im Mai 2015. Danach sprengten die Dschihadisten den 2000 Jahre alten Baal-Tempel, den Baal-Schamin-Tempel sowie mehrere einzigartige Turmgräber, den Triumphbogen und einen Teil der berühmten Säulenstraße.

          Gleichzeitig richteten Kämpfer der Terrormiliz Soldaten und Polizisten des Regimes sowie Einwohner der Stadt öffentlich hin. Anfang März starteten die Regierungstruppen mit Unterstützung russischer Luftangriffe eine Offensive zur Rückeroberung Palmyras.

          Moskau hatte Ende September zugunsten der Regierung in Damaskus militärisch in den Konflikt eingegriffen. Kürzlich ordnete Staatschef Wladimir Putin überraschend einen weitgehenden Truppenabzug aus Syrien an und begründete dies damit, dass die russischen Streitkräfte ihre Aufgabe in dem Bürgerkriegsland weitgehend erfüllt hätten. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien, ihre Angaben sind unabhängig kaum überprüfbar.

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