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Friedensgespräche : Feuerpause für den Jemen

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Bewaffnete Unterstützer der Houthi-Rebellen: Sie haben einer Waffenruhe noch nicht zugestimmt. Bild: dpa

In der Schweiz laufen Friedensgespräch: Als Signal will die Militärkoalition im Jemen ab Dienstag eine einseitige Waffenruhe durchsetzen – solange sich die Rebellen daran halten.

          Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen will ab Dienstagmorgen für sieben Tage die Waffen schweigen lassen. Die Feuerpause werde um 10.00 Uhr (MEZ) beginnen, hieß es in einer am Montagabend von saudischen Medien verbreiteten Erklärung der Koalition. Aus Kreisen der jemenitischen Präsidentschaft hatte es zuvor geheißen, die Waffenruhe trete schon um Mitternacht (22.00 Uhr MEZ) in Kraft.

          Mit dem einseitigen Schritt wollen die jemenitische Regierung und ihre regionalen Verbündeten die am Dienstag in der Schweiz startenden Friedensgespräche unterstützen. Die Regierung hoffe, „dass sich die Milizen diesmal an die Feuerpause halten“, sagte der Regierungsvertreter Muin Abdulmalek. Die Houthi-Rebellen äußerten sich jedoch nicht.

          In der Erklärung der Koalition hieß es, sie behalte sich das Recht vor, „auf jede Verletzung durch die Rebellen zu reagieren“. Zugleich wurde Jemens Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi mit den Worten zitiert, die Waffenruhe werde „automatisch verlängert“, sollte sich auch die andere Konfliktpartei daran halten.

          Eine Regierungsdelegation will am Dienstag in der Schweiz unter Vermittlung der UNO Friedensgespräche mit den Houthi-Rebellen beginnen. Die Houthi-Rebellen kämpfen im Jemen gegen die regierungstreuen Kräfte. Diese werden von der arabischen Koalition unter Führung Riads unterstützt. Seit März wurden in dem Konflikt nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 5800 Menschen getötet, etwa die Hälfte von ihnen waren Zivilisten. Mehr als 27.000 weitere Menschen sollen verletzt worden sein.

          Bei den Friedensgesprächen in der Schweiz soll nach UN-Angaben über mehrere Themenfelder verhandelt werden, darunter ein dauerhafter Waffenstillstand und ein Rückzug bewaffneter Gruppen.

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