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Anschlag von Scharm el Scheich : IS zeigt angebliche Flugzeugbombe

  • Aktualisiert am

Die angebliche Bombe: Screenshot des im Internet verbreiteten IS-Propagandamagazins „Dabiq“ Bild: Archiv

Eine Bombe versteckt in einer Getränkedose: Damit hat der IS angeblich das russische Passagierflugzeug über dem Sinai zum Absturz gebracht. Ein entsprechendes Foto wird im Internet verbreitet.

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          Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die in Ägypten verunglückte russische Passagiermaschine nach eigenen Angaben mit einer Bombe zum Absturz gebracht. Der Sprengstoff sei in dem ägyptischen Badeort Scharm el Scheich in das Flugzeug geschmuggelt worden, heißt es in der neuen Ausgabe des IS-Internet-Magazins „Dabiq“, das die Extremisten am Mittwoch verbreiteten.

          Ein Bild zeigt eine Getränkedose, in der die Bombe angeblich versteckt war. Bei dem Absturz der Maschine über der ägyptischen Sinai-Halbinsel waren 224 Menschen getötet worden. Auch der russische Geheimdienst geht von einem Bombenattentat aus.

          Laut „Dabiq“ hatte der IS zunächst geplant, ein Flugzeug aus einem Land der von den Vereinigten Staaten angeführten Koalition anzugreifen, die in Syrien und im Irak gegen die Dschihadistenorganisation kämpft. Die Entscheidung, stattdessen ein russisches Flugzeug zum Absturz zu bringen, sei gefallen, nachdem Russland Ende September mit Luftangriffen in Syrien begonnen habe. Dazu sei die Entdeckung genutzt worden, wie die Sicherheitskontrollen an einem ägyptischen Flughafen umgangen werden können.

          In dem IS-Magazin werden zudem Bilder von den Leichen zweier Gefangener gezeigt. Dabei handelt es sich offenbar um einen Norweger und einen Chinesen. Daneben steht auf Englisch: „Hingerichtet“. Weitere Angaben machen die Extremisten nicht.

          In einer früheren Ausgabe von „Dabiq“ hatte die IS-Terrormiliz Fotos der Geiseln veröffentlicht und gedroht, sie umzubringen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird. Die beiden seien von den „Nationen und Organisationen der Ungläubigen aufgegeben“ worden, heißt es in der neuen Ausgabe von „Dabiq“ weiter

          Nach neuesten Informationen war die Bombe im hinteren Teil des Flugzeuges unter einem Platz am Fenster deponiert. Sie riss ein ein Meter großes Loch in die Flugzeugwand, das führte zum Abbrechen des Flugzeugschwanzes und zum Zerbersten des Flugzeugs in der Luft. Der Attentäter, der die Bombe platziert haben soll, soll zum ägyptischen Personal der Fluglinie gehört haben.

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