https://www.faz.net/-gpf-a7uoq

Test aus der Apotheke : Spahn will Selbsttests auf Corona ermöglichen

  • Aktualisiert am

Eine Studentin an der Universität Newcastle wird von einem Gesundheitsspezialisten beobachtet, wie sie sich selbst einen Abstrich für einen Coronatest entnimmt. Bild: dpa

Damit man sich künftig selbst auf Corona testen kann, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Medizinprodukte-Abgabeverordnung laut einem Bericht ändern. Die Tests soll man dann wohl in der Apotheke kaufen können.

          1 Min.

          Die Menschen in Deutschland sollen Corona-Schnelltests künftig selbst zuhause vornehmen können. Um dies zu ermöglichen, wolle Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Medizinprodukte-Abgabeverordnung ändern, berichtete die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“. Damit werde der so genannte Arztvorbehalt aufgehoben, wonach nur geschultes Personal die Tests vornehmen darf. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können die Tests dann in der Apotheke kaufen und zuhause vornehmen.

          Die Zeitung zitierte aus dem Entwurf der Verordnung. „Tests zur Eigenanwendung durch Laien werden perspektivisch eine entscheidende Rolle bei der Eindämmung der Pandemie spielen“, heißt es demnach in dem Text. „Darüber hinaus erscheinen Tests zur Eigenanwendung dort sinnvoll, wo eben kein professioneller Anwender vorhanden ist.“

          Der Apothekerverband Nordrhein begrüßte Spahns Pläne. „Studien belegen, dass auch Laien gute Testergebnisse erzielen“, sagte Verbandschef Thomas Preis der „Rheinischen Post“. Der Test werde voraussichtlich als Spuck- oder Gurgeltest kommen, „damit ist das Handling einfacher als bei Rachenabstrichen per Wattestäbchen“. Er rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die Tests ab Ende Januar in den Apotheken erhältlich seien. Voraussichtlich würden sie dann zehn bis 15 Euro kosten. Die Regierung werde überlegen müssen, ob sie Bedürftige mit Gutscheinen unterstützt, sagte Preis.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Showtime für Ola  Källenius, 51: Am Donnerstag präsentiert er sein elektrisches Spitzenmodell: „So etwas hat die Welt noch nicht gesehen.“

          Elektro-S-Klasse von Mercedes : Der Tesla-Jäger

          Der Daimler-Chef Ola Källenius verkauft fünfmal so viele Autos wie Elon Musk. Trotzdem ist Tesla das Siebenfache wert. Jetzt bläst der Schwede zum Angriff.
          Hier wurde die Notbremse schon gezogen: Passanten am 14. April in der Münchener Innenstadt

          Infektionsschutzgesetz : Hitzige Debatte in Koalition über Notbremse

          In den Fraktionen von Union und SPD wird die Bundes-Notbremse bis in die Details diskutiert. Manche wollen Sport im Freien sicherstellen, andere fragen nach Sonderregelungen für Kinderschuhgeschäfte.

          Champions League : Das sind die Gründe für das Bayern-Aus

          In der anstrengenden Corona-Saison fehlte dem FC Bayern in den entscheidenden Spielen gegen Paris Saint-Germain die Qualität. Trainer Hansi Flick bemängelt das schon länger.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.