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Kabinetts-Beschluss : Mehr Geld und Steuervorteile für Familien

  • Aktualisiert am

Der Staat lässt sich Kinder mehr kosten Bild: dpa

Das Bundeskabinett hat Entlastungen von rund fünf Milliarden Mark beschlossen.

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          Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein fast fünf Milliarden Mark teures Paket zur Entlastung von Familien beschlossen. Das Kindergeld steigt ab dem kommenden Jahr auf 154 Euro, was 301,20 Mark entspricht. Der für Kinder gewährte Freibetrag wächst um mehr als 1300 auf 11.340 Mark. Berücksichtigt werden dabei Betreuung, Erziehung und Ausbildung von Kindern.

          Das Maßnahmenbündel wird zum Teil finanziert durch den Wegfall von Steuervorteilen für Eltern. Die Koalition verspricht dennoch, dass die große Mehrheit der Familien am Ende besser dastehen werde als gegenwärtig.

          Der Freibetrag von 11.340 Mark setzt sich aus mehreren Steuervorteilen zusammen: Der Betreuungsfreibetrag wird von bisher 3024 auf 4212 Mark steigen. Zudem soll die bisherige Altersgrenze von 16 Jahren wegfallen und künftig bis zum 27. Lebensjahr des Kindes gelten. Der Freibetrag, der das Existenzminimum des Kindes mit abdecken soll, wird den Angaben zufolge von 6912 auf 7128 Mark steigen.

          Haushaltsfreibetrag noch bis 2005

          Das Paket kostet insgesamt gut sieben Milliarden Mark. Da aber ein Teil durch den Wegfall von Steuervorteilen an anderer Stelle finanziert wird, beträgt die Entlastung annähernd fünf Milliarden Mark.

          Der Haushaltsfreibetrag für allein Erziehende wird schrittweise reduziert und 2005 völlig abgeschafft. Der Ausbildungsfreibetrag wird jedoch nicht - wie zunächst geplant - völlig abgeschafft, sondern lediglich auf 1800 Mark gekürzt. Er wird nur Eltern gewährt, deren Kinder über 18 Jahre alt sowie in Ausbildung sind und nicht zu Hause wohnen. Schulgeld können Eltern zu 30 Prozent von der Steuer absetzen, wenn ihre Kinder auf Privatschulen gehen.

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