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Judenfeindliche Äußerungen : Abbas bittet um Entschuldigung

  • Aktualisiert am

Bittet um Entschuldigung: Palästinenserpräsident Abbas Bild: Reuters

Palästinenserpräsident Abbas sagte auf einer Tagung des PLO-Nationalrats, er verurteile den Holocaust und Antisemitismus. Am Montag hatte er nahe gelegt, Juden seien selbst für die Schoa verantwortlich.

          Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat für seine jüngsten Äußerungen über Juden um Entschuldigung gebeten. Er verurteile den Holocaust und „Antisemitismus in all’ seinen Formen“, sagte Abbas am Freitag in Ramallah. Am Montagabend hatte er in einer Rede vor dem Palästinensischen Nationalrat nahegelegt, dass die Beziehungen der Juden zum Bankwesen mit der jahrhundertelangen Judenfeindlichkeit und somit auch der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten zu tun habe.

          Vorher war Abbas ist als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) wiedergewählt worden. Der 82 Jahre alte Abbas sei einstimmig im Amt bestätigt worden, sagte der ranghohe PLO-Vertreter Nabil Schaath am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

          Bei der viertägigen Versammlung des PLO-Nationalrats in Ramallah im israelisch besetzten Westjordanland wurde außerdem ein neues Exekutivkomitee bestimmt, das gewissermaßen das Kabinett des Palästinenserpräsidenten bildet. Neun Mitglieder des aus 15 Menschen bestehenden Gremiums wurden ersetzt. Drei weitere Plätze wurden für die radikalislamische Hamas und zwei kleinere Parteien reserviert, welche die Sitzung in Ramallah boykottierten. Der Nationalrat ist das Parlament der PLO, zuletzt hatte er 1996 regulär getagt, 2009 gab es noch eine Sondersitzung.

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