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Journalismus : Afrika-Korrespondent der F.A.Z. erhält Theodor-Wolff-Preis

  • Aktualisiert am

Scheen mit pakistanischen UN-Soldaten in Ostkongo (Bild von 2005) Bild: F.A.Z. - Foto Wolfgang Eilmes

Fünf Journalisten werden in diesem Jahr mit dem Theodor-Wolff-Preis geehrt. Der Afrika-Korrespondent der F.A.Z., Thomas Scheen, wird für seine Reportage über den Alltag ehemaliger sowjetischer Militärpiloten in Kongo ausgezeichnet.

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          Fünf Journalisten erhalten in diesem Jahr den Theodor-Wolff-Preis der deutschen Zeitungen. Unter ihnen ist der Afrika-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Thomas Scheen. Ebenfalls ausgezeichnet wurden Henning Sußebach von der Wochenzeitung „Die Zeit“, Bastian Obermayer von der „Süddeutschen Zeitung“ und Regina Köhler von der „Berliner Morgenpost“. Nina Grunenberg (ebenfalls „Die Zeit“) erhält einen Preis für ihr Lebenswerk. Das teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Dienstag in Berlin mit. Alle Preise sind mit jeweils 6000 Euro dotiert und werden am 2. September in Berlin überreicht.

          Scheen erhält die Auszeichnung für seine Reportage „Aleksandr, der Bruchpilot“. Sie handelt vom Alltag ehemaliger sowjetischer Militärpiloten, die in den Kongo verschlagen wurden. (Den ausgezeichneten Text finden Sie hier: Fliegen in Afrika: Aleksandr, der Bruchpilot)

          Sußebach wird in der Kategorie „Kommentar/Glosse/Essay“ für seinen Beitrag „Eine Liebe verschwindet“ über das in der Wirtschaftskrise veränderte Verhalten der Deutschen zu ihrem Auto ausgezeichnet. In der Sparte „Allgemeines“ wird Bastian Obermayer für seinen Bericht „Bis zum letzten Schlag“ über medizinische Details rund um eine Organspende geehrt. Köhler wird in der Kategorie „Lokales“ ausgezeichnet für einen Rückblick auf die Geschichte einer Mutter, die ihr Kind in einer Babyklappe ablegte und es sich dann anders überlegte: „Die Weihnachtsgeschichte von einem Kind, das in der Zehlendorfer Babyklappe lag“.

          Einen Preis für ihr Lebenswerk erhält Nina Grunenberg für ihre scharfsinnige Analyse und Recherche. Grunenbergs Beschreibungen komplizierter Sachverhalte aus Bildung und Wissenschaft seien immer ein Lesegenuss, begründete die Jury die Ehrung.

          An der Ausschreibung hatten sich 374 Journalistinnen und Journalisten beteiligt. Der Jury gehörten Chefredakteure mehrerer Zeitungen an. Der Preis erinnert an den langjährigen Chefredakteur des „Berliner Tageblatts“, Theodor Wolff (1868-1943). Wolff floh 1933 vor den Nazis ins französische Exil, wurde dort jedoch verhaftet und der Gestapo ausgeliefert. Er starb in Berlin.

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