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Unruhe in der Union : Jens Spahn im Tal der Fettnäpfe

  • -Aktualisiert am

Nicht mehr so beliebt wie früher: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Bild: Reuters

Der Gesundheitsminister macht allerhand Schlagzeilen, allerdings keine schönen. Auch Friedrich Merz taucht wieder auf – im Sauerland. Und dann ist da noch der Fall Georg Nüßlein. Es gibt einiges zu sortieren in der Union.

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          Alexander Dobrindt gab am Dienstagvormittag offen zu, er habe sich um eine Antwort drücken wollen. Sonst ist der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag in seinen Journalistengesprächen in der bayerischen Landesvertretung in Berlin rhetorisch immer in Geberlaune. Doch diesmal ging es um Gesundheitsminister Jens Spahn, einen Christdemokraten, den Dobrindt schätzt. Da zeigte der CSU-Mann sich schmallippig.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Die Frage an Dobrindt zielte auf ein Abendessen am 20. Oktober vorigen Jahres in Leipzig. Zu einer Zeit also, als die Regierung die Bevölkerung immer wieder aufforderte, zurückhaltend mit den Kontakten zu sein, weil sich gerade im privaten Bereich viele mit dem Coronavirus infizierten. Noch am Morgen des 20. Oktobers hatte Spahn in einem seiner kaum noch zählbaren Interviews gesagt, es sei ja bekannt, dass beim Feiern und Geselligsein die Ansteckungsgefahr groß sei. Längst hatte sich gezeigt, dass die Erleichterungen über den Sommer bei vielen Menschen zu unvorsichtigem Verhalten geführt hatten. Eine zweite Coronawelle und ein Winter mit erheblichen Einschränkungen zeichneten sich schon deutlich ab.

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