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Jemen : Spanien und Emirate schließen Botschaften

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Demonstration gegen die Machtübernahme der Huthi-Milizen am Samstag in Sanaa Bild: dpa

Nach Amerika, Deutschland und vier weiteren Staaten haben jetzt auch Spanien und die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Botschaften im Jemen geschlossen. Die Maßnahme sei nur vorübergehend, hieß es.

          Nach der Machtübernahme der schiitischen Huthi-Miliz im Jemen sind nun auch die Botschaften Spaniens und der Vereinigten Arabischen Emirate in Sanaa geschlossen worden. Die Maßnahme gelte vorübergehend, teilten die Außenministerien der beiden Staaten am Samstag mit. Nach Angaben aus Madrid wurden alle Spanier im Jemen kontaktiert und zur Ausreise aufgerufen. In den vergangenen Tagen hatten bereits die Vereinigten Staaten, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und die Niederlande ihre Botschaften wegen Sicherheitsbedenken geschlossen und das Personal aus dem Jemen abgezogen.

          Das Land auf der arabischen Halbinsel wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Ali Abdullah Saleh im Jahr 2012 von Gewalt und schweren politischen Unruhen erschüttert. Die Huthi-Milizionäre begannen Anfang 2014 eine Offensive, bei der sie im September die Hauptstadt Sanaa einnahmen. Seitdem weiteten sie ihre Kontrolle über das Land aus. Staatschef Abd Rabbo Mansur Hadi trat ebenso wie die gesamte jemenitische Regierung zurück und steht faktisch unter Hausarrest.

          Vor einer Woche verkündete die Huthi-Miliz die Auflösung des Parlaments und die Bildung eines sogenannten Präsidentschaftsrates, der für zwei Jahre eine Regierung bilden soll. Ein sogenannter Nationalrat soll das Parlament ersetzen.

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