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Organzüchtung in Chimären : Mischwesen für die Medizin

Ein vier Wochen alter Schweine-Embryo mit „vermenschlichten“ Organen wurde im Januar 2017 von amerikanischen Forschern des Salk-Instituts präsentiert. Bild: AP

Plötzlich sollen Tier-Mensch-Mischwesen die Lösung für den Organmangel sein. Denkbar ist das, erlaubt auch. Aber wenn die Experimente zu verwischen drohen, was menschlich ist, heißt es: aufgepasst!

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          Es ist schwer, mit den moralischen Kategorien unseres Alltags die Experimente zu beurteilen, über die jetzt aus China berichtet wird und die grünes Licht der japanischen Regierung erhalten haben. In dem einen Fall, der am Wochenende bekannt wurde, sind Zellen des Menschen in Affen-Embryonen eingeschleust worden. In dem anderen ist geplant, zuerst Mäuse- und Ratten-Embryonen, später dann auch Schweine-Embryonen mit menschlichen Zellen auszustatten.

          In beiden Fällen ist noch nicht klar, ob und wann die so erzeugten Geschöpfe ausgetragen werden, auf jeden Fall reden wir hier über Tier-Mensch-Mischwesen – über Chimären, wer den Begriff aus der griechischen Mythologie bevorzugt. Mit Phantasiewesen, etwa Affe-Mensch-Schwein-Mischwesen, hat das allerdings nichts zu tun – was auch die deutsche Biopolitik aufgeschreckt hat.

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