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Streit mit Südkorea : Japan entschädigt Zwangsprostituierte

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Der Japanische Außenminister Fumio Kishida (l.) am Montag mit seinem südkoreanischen Kollegen Yun Byung Se in Seoul Bild: AP

„Trostfrauen“ wurden Zwangsprostituierte von der japanischen Armee im Zweiten Weltkrieg euphemistisch genannt, eine Schuld nie anerkannt. Nun soll es nach monatelangen Verhandlungen aber eine Einigung geben.

          Südkorea und Japan wollen ihren jahrzehntelangen Konflikt um die Versklavung von Frauen in den Soldatenbordellen der japanischen Kaiserarmee im Zweiten Weltkrieg endgültig beilegen. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe werde den Opfern eine aufrichtige Entschuldigung und seine Bedauern zum Ausdruck bringen, sagte der japanische Außenminister Fumio Kishida am Montag nach einem Treffen mit seinem südkoreanischen Kollegen Yun Byung Se in Seoul.

          Der Streit um die euphemistisch „Trostfrauen“ genannten Frauen ist bisher das größte Hindernis für eine Verbesserung der Beziehungen beider ostasiatischer Staaten gewesen. Beide Seiten einigten sich auf die Einrichtung eines Fonds zur Unterstützung der Opfer in Höhe von rund einer Milliarde Yen (7,6 Millionen Euro), wobei das Geld Japan bereitstellen wird. Japan erkenne seine Verantwortung an.

          Unter der Voraussetzung, dass die vereinbarten Schritte dauerhaft umgesetzt werden, würden beide Regierungen die „Trostfrauen“-Angelegenheit für „endgültig und unumkehrbar“ beendet erklären, sagte Kishida. Auch Yun sagte, Seoul werde die Sache für beigelegt ansehen, sofern Japan sich an die Vereinbarung halte.

          Die Zahl der vor allem aus Korea und China stammenden Opfer wird von Historikern auf bis zu 200.000 geschätzt. Nach jahrelanger Eiszeit hatten sich Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye und Japans Regierungschef Abe vergangenen Monat geeinigt, den Konflikt um die sogenannte Trostfrauen-Frage möglichst bald beizulegen.

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