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Japan : Koizumi äußert „tiefes Bedauern“ über asiatische Kriegsopfer

  • Aktualisiert am

Koizumi verbeugt sich vor der Vergangenheit Bild: ap

Der japanische Ministerpräsident Koizumi sprach heute den Kriegsopfern in Asien sein „aufrichtiges Beileid“ aus.

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          Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hat zum 56. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg sein „tiefes Bedauern“ über die asiatischen Kriegsopfer geäußert.

          „Unser Land hat vielen Staaten, besonders unseren asiatischen Nachbarn, erheblichen Schaden und Leid zugefügt“, sagte Koizumi am Mittwoch bei einer offiziellen Zeremonie in Gegenwart des Kaiserpaares in Tokio. Im Namen des japanischen Volkes wolle er erneut „aufrichtiges Beileid“ für die Opfer in Asien aussprechen.

          Koizumi hatte am Montag einen Sturm der Entrüstung in Japans Nachbarstaaten ausgelöst, weil er den Yasukuni-Schrein besucht hatte. Der unweit des Kaiserpalastes in Tokio stehende Schrein gilt als Zentrum des japanischen Kaiserkults und Symbol des aggressiven japanischen Nationalismus vor und während des Zweiten Weltkrieges. In ihm werden auch verurteilte Kriegsverbrecher geehrt.

          Streit um Japans Vergangenheit

          China und Südkorea sehen die Ehrung der Kriegsveteranen als Affront. Zwischen den beiden Ländern und Japan gibt es einen diplomatischen Streit um neue japanische Schulbücher, in denen Japans Kriegsvergangenheit beschönigt dargestellt wird. Japan hatte zwischen 1931 und 1945 Teile Chinas besetzt. Südkorea war von 1910 bis 1945 in japanischer Hand.

          Ungeachtet der Proteste pilgerten am Mittwoch fünf weitere Minister von Koizumis Regierung sowie eine Gruppe von rund 190 Abgeordneten des Parlaments zu dem umstrittenen Yasukuni-Schrein.

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