https://www.faz.net/-gpf-86qyn

Japan : Behörden warnen vor erhöhter Vulkan-Aktivität nahe Atomkraftwerk

  • Aktualisiert am

Der Sakurajima ist einer der aktivsten Vulkane Japans. Das Bild zeigt eine Eruption im August 2013. Bild: AP

Bald könnte der Vulkan Sakurajima ausbrechen, warnen japanische Behörden. Das Atomkraftwerk Sendai in 50 Kilometer Entfernung wurde gerade erst wieder hochgefahren.

          In Japan haben die Behörden vor einer erhöhten Aktivität eines Vulkans gewarnt, der nur 50 Kilometer von dem erst diese Woche wieder hochgefahrenen Atomkraftwerk Sendai entfernt ist. Die Bevölkerung in der Nähe des Vulkans Sakurajima solle sich auf Evakuierungen vorbereiten, teilte Japans Meteorologische Behörde am Samstag mit. Es bestehe die Gefahr, dass am Fuß des Berges Steine herabregnen könnten. Betroffen seien etwa hundert Menschen.

          Der Sakurajima auf der im Süden Japans gelegenen Insel Kyushu ist einer der aktivsten Vulkane des Landes. Fast ununterbrochen kommt es zu Eruptionen. Doch nun könne es bald einen größeren Ausbruch geben, sagte ein Vertreter der Meteorologischen Behörde.

          Erst am Dienstag hatte der Betreiber Kyushu Electric Power einen Reaktor des Atomkraftwerks Sendai wieder hochgefahren. Es ist der erste seit der Katastrophe von Fukushima vor viereinhalb Jahren. Die Atomaufsichtsbehörde schätzt die Chance, dass es während der Betriebsdauer des Atomkraftwerks zu einer größeren Vulkan-Aktivität kommt, als vernachlässigbar ein. Erst vor zwei Jahren hatte der Sakurajima Asche rund fünf Kilometer hoch in die Luft gespien.

          Im Atomkraftwerk Fukushima war es im März 2011 nach einem schweren Erdbeben und einem verheerenden Tsunami zu Explosionen und zur Kernschmelze gekommen. Wegen der freigesetzten radioaktiven Strahlung mussten etwa 160.000 Menschen in der Region ihre Häuser verlassen. Es war der schwerste atomare Unfall seit der Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine im Jahr 1986.

          Weitere Themen

          Strobl gibt CDU-Vorsitz auf

          Baden-Württemberg : Strobl gibt CDU-Vorsitz auf

          Nach einem langen internen Machtkampf in der CDU Baden-Württemberg begräbt Thomas Strobl seine Ambitionen auf das Amt des Ministerpräsidenten. Eine Frau soll nun gegen Regierungschef Kretschmann von den Grünen antreten.

          „Wir sind ein Kampfkaninchen“

          Grüne zum Europaerfolg : „Wir sind ein Kampfkaninchen“

          Dass zwei Männer auftreten, kommt bei den Grünen selten vor. Nach dem fulminanten Erfolg bei der Europwahl versichern Sven Giegold und Robert Habeck: Für Symbolpolitik stehe ihre Partei nicht zur Verfügung.

          Tsipras ruft vorzeitige Neuwahlen aus Video-Seite öffnen

          Konsequenz aus Wahlergebnis : Tsipras ruft vorzeitige Neuwahlen aus

          In Griechenland erreicht die Syriza-Partei des Regierungschefs laut Prognosen etwa 27 Prozent der Stimmen bei der Wahl zum EU-Parlament und liegt damit offenbar hinter den Konservativen. Alexis Tsipras erklärte darauf, er wolle Neuwahlen bereits für Juni dieses Jahres ansetzen.

          Topmeldungen

          Sigmar Gabriel und die SPD : Gute Ratschläge von der Seitenlinie

          Sigmar Gabriel plane angeblich schon das Ende seiner politischen Karriere, heißt es. Es gehört zum ambivalenten Verhältnis der SPD zu ihrem größten Talent, dass viele Genossen sich nicht sicher sind, ob das eine schlechte oder eine gute Nachricht ist. Eine Analyse.
          Greta Thunberg in der vergangenen Woche in Schweden

          Grüne in Schweden : Verloren trotz Greta Thunberg?

          Anders als in Deutschland haben die Grünen bei der Europawahl ausgerechnet in Schweden, der Heimat Greta Thunbergs, schwächer abgeschnitten. Warum ist das so?
          nnegret Kramp-Karrenbauer, Bundesvorsitzende der CDU, spricht bei einer Pressekonferenz am 13. Mai im Konrad-Adenauer-Haus.

          Europawahl-Liveblog : AKK bestreitet Rechtsruck in der JU

          Tories und Labour wollen sich zum Brexit positionieren +++ JU-Chef Kuban: „Schlag ins Gesicht“ +++ Gauland erklärt Grüne zum „Hauptgegner“ für die AfD +++ Alle Informationen im FAZ.NET-Liveblog:

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.