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Israelischer Luftangriff : Hizbullah-Terrorist in Syrien getötet

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Bei Luftangriff nahe Damaskus getötet: Der Hizbullah-Extremist Samir Kuntar 2008 in Beirut nach seiner Freilassung aus israelischer Haft. Bild: AFP

Vor sieben Jahren kam der wegen Mordes verurteilte Samir Kuntar in einem umstrittenen Häftlingsaustausch mit Israel frei. Jetzt wurde das Hizbullah-Mitglied bei einem Luftangriff bei Damaskus getötet. Dahinter soll Israel stehen.

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          Der libanesische Extremist Samir Kuntar ist nach Angaben der Hizbullah-Miliz bei einem israelischen Luftangriff in Syrien getötet worden. Israelische Kampfflugzeuge hätten ein Wohngebäude in Dscharamana, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, mit Raketen angegriffen, berichtete der Hizbullah-Fernsehsender Al-Manar am Sonntag weiter.

          Bilder zeigten ein zerbombtes mehrstöckiges Wohnhaus. Zwei weitere Menschen, bei denen es sich um Helfer Kuntars handeln soll, wurden nach Angaben syrischer Menschenrechtsbeobachter getötet. Sechs Menschen wurden bei dem Angriff am Samstagabend verletzt.

          Kuntar war 2008 nach etwa drei Jahrzehnten Haft in Israel freigelassen worden. Er war bei einem Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hizbullah freigekommen, der unter deutscher Vermittlung zustande gekommen war. Seitdem war Kuntar aktives Mitglied der mit Israel verfeindeten Hizbullah und in deren Rängen aufgestiegen.

          Im Jahr 1979 hatte er als 16-Jähriger ein palästinensisches Terrorkommando angeführt und war für den Tod zweier israelischer Polizisten sowie eines Vaters und dessen zweier kleiner Töchter im Alter von zwei und vier Jahren verantwortlich.

          Einem der Mädchen hatte er den Schädel zertrümmert. Zwei weitere Angreifer wurden damals getötet und ein dritter festgenommen.

          Kuntars Familie begann am Sonntag in Beirut mit Trauervorbereitungen. Angehörige der israelischen Opfer reagierten hingegen mit Genugtuung auf seinen Tod. Smadar Haran, deren zwei kleine Töchter und Ehemann 1979 von Kuntar ermordet worden waren, sprach von „historischer Gerechtigkeit“, wie die israelische Nachrichtenseite „ynet“ am Sonntag berichtete. „Es hat mich sehr geschmerzt, als er aus dem Gefängnis entlassen wurde.“

          Der Hisbollah-Sender warf syrischen Rebellengruppen vor, mit Israel kooperiert und Kuntars Aufenthaltsort verraten zu haben. Israels Außenministerium in Jerusalem wollte sich nicht zu den Berichten über einen israelischen Luftangriff äußern.

          Roni Haran, Bruder des ermordeten Familienvaters, beschrieb den Tod Kuntars als „kleinen Trost“. „Er war einer der grausamsten Mörder in Israel, hat nie Reue geäußert und war im Libanon eine Symbolfigur“, sagte er dem israelischen Rundfunk am Sonntag.

          Die Tochter eines der getöteten israelischen Polizisten sagte, sie sei „stolz auf den Staat Israel, der einen guten Job gemacht hat“. Mit dem Tod Kuntars habe sich für sie „ein Kreis geschlossen“.

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