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Israel im Besitz von Atomwaffen? : Olmert: „Unveränderte Position“

  • Aktualisiert am

Olmert trifft Merkel: Diplomatisches Vokabular Bild: dpa

Israels Ministerpräsident hat nach seinem Treffen mit Kanzlerin Merkel bestritten, in einem Fernsehinterview eingestanden zu haben, daß sein Land über Atomwaffen verfüge. Israel werde „nicht das erste Land sein, das Atomwaffen in den Nahen Osten einführt“, sagte Olmert.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) den Rücken gestärkt. Zu der von Olmert als „Fehler“ kritisierten Syrien-Reise Steinmeiers sagte Merkel, sie glaube, daß es „den Versuch wert war“ herauszufinden, ob es in Damaskus Bewegung gebe. Leider seien die Signale aus Syrien aber „nicht positiv“, bedauerte die Kanzlerin und fügte hinzu: „Das macht die Situation sehr schwierig.“.

          Deutschland wolle im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Hälfte 2007 neue Initiativen zur Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts unternehmen wolle. Dafür müsse das Nahost-Quartett, in dem sich die Vereinigten Staaten, Rußland, die UNO und die Europäische Union zusammengeschlossen haben, die „vernünftigen Kräfte“ in der Krisenregion stärken. Olmert begrüßte bei seinem ersten Besuch im Kanzleramt die angekündigte Nahost-Initiative Merkels und sagte, er wolle den Dialog mit den Palästinensern weiterführen.

          Zugleich bestritt er, in einem Fernsehinterview eingestanden zu haben, daß sein Land über Atomwaffen verfüge. Israel habe mehrmals bekannt gegeben, „daß wir nicht das erste Land sein werden, das Atomwaffen in den Nahen Osten einführt“. An dieser Position habe sich nichts geändert. (Siehe auch: Olmerts „Tabubruch“: Israelische Atomwaffen?)

          Am späten Nachmittag wollte Olmert mit Bundespräsident Horst Köhler im Schloß Bellevue zusammenkommen. Danach war ein Treffen mit Steinmeier geplant. Am Vormittag hatte Israels Ministerpräsident im Berliner Bahnhof Grunewald einen Kranz in Erinnerung an die von dort deportierten Juden niedergelegt.

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