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Gaza-Konflikt : Israel greift Ziele im Gazastreifen an

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Palästinensische Sicherheitskräfte untersuchen einen Krater, der von einer israelischen Rakete gerissen worden sein soll. Bild: AFP

Erstmals seit fünf Monaten hat die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen angegriffen. Wie die Armee mitteilte, habe sie auf einen Raketenangriff reagiert. Dafür will jedoch niemand verantwortlich sein.

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          Israelische Kampfflugzeuge haben nach einem Raketenangriff erstmals seit mehr als fünf Monaten wieder Ziele im Gazastreifen angegriffen. Nach Berichten von Augenzeugen wurden dabei in der Nacht zum Mittwoch militärische Ausbildungszentren getroffen.

          Wenige Stunden zuvor war aus dem Gazastreifen eine Rakete abgefeuert worden, die den Süden Israels traf. Die radikalislamische Hamas wies jede Verantwortung für diesen Angriff von sich. Bei beiden Angriffen gab es keine Opfer.

          Die israelische Armee teilte mit, es seien im südlichen Gazastreifen vier Einrichtungen getroffen worden. „Diese Angriffe sind eine direkte Reaktion auf Hamas und die Aggression gegen israelische Zivilisten aus dem Gazastreifen“, sagte Militärsprecher Peter Lerner. Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte, Israel werde eine Wiederaufnahme der Raketenangriffe aus dem Gazastreifen nicht dulden. Man halte Hamas für alle Feindseligkeiten verantwortlich.

          Israel und die Palästinenser hatten nach dem Gaza-Krieg Ende August vergangenen Jahres eine unbefristete Waffenruhe verkündet. Danach flog Israel keine Angriffe auf den Küstenstreifen. Auch die Palästinenser hielten die Waffenruhe weitgehend ein. Im Dezember hatte Israel jedoch nach einem Raketenangriff erneut den schmalen Küstenstreifen am Mittelmeer aus der Luft beschossen.

          In dem 50 Tage währenden Krieg zwischen Israel und den Palästinensern waren rund 2200 Palästinenser und mehr als 70 Israelis getötet worden.

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