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Islamkonferenz : Die Tagesordnung

  • -Aktualisiert am

Innenminister Friedrich tut gut daran, das Thema Salafisten nicht eben noch auf die Tagesordnung der Islamkonferenz zu setzen. Andernfalls geriete die breite Mitte der muslimischen Bevölkerung an den Rand der Aufmerksamkeit.

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          Die Islamkonferenz des Bundesinnenministers darf sich die Tagesordnung nicht von den salafistischen Extremisten diktieren lassen. Andernfalls geriete die breite Mitte der muslimischen Bevölkerung an den Rand der Aufmerksamkeit. Friedrich tut daher gut daran, das eigentliche Thema des Treffens beizubehalten und die Gleichberechtigung der Frau im (europäisch-alltäglichen) Islam zu erörtern.

          Die Aktivität der Koran-für-jedermann-Verteiler in diese Diskussion einzubeziehen, würde die Verhältnismäßigkeit zwischen den etwa zwei Millionen muslimischen Frauen und Mädchen in Deutschland und den etwa vier- oder fünftausend Salafisten verkehren. Die Konferenz könnte kippen, falls jemand die Verbreitung des Korans infrage stellte und die Muslime, die Demokratie bejahen, sich um des heiligen Buches willen mit den Glaubensbrüdern solidarisierten, die die Demokratie bekämpfen.

          Wer dennoch einen Pakt gegen die Salafisten schmieden will, der muss organisatorisch alles daran setzen, dass der nicht als Pakt gegen den Islam und den Koran in Deutschland verleumdet werden kann.

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