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Islamische Konferenz : 57 Staaten verurteilen Terror gegen Amerika

  • Aktualisiert am

Palästinenserführer Arafat im Gespräch mit dem Präsidenten der islamischen Konferenz, Scheich Hamad bin Chalifa el Thani Bild: dpa

Die islamische Konferenz hat die Terroranschläge vom 11. September verurteilt, zugleich aber davor gewarnt, Unschuldige dafür zu bestrafen.

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          Die weltgrößte moslemische Organisation, die Islamische Konferenz (OIC), hat die Terrorangriffe auf die Vereinigten Staaten vom 11. September verurteilt. Unschuldige Zivilisten dürften jedoch nicht dafür bestraft werden, sagte der Präsident der Konferenz und Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa el Thani, am Mittwoch in der Hauptstadt Doha.

          Bei einer eintägigen Sondersitzung seiner Organisation verlangte Thani zugleich, dass Amerika Beweise gegen die Terroristen vorlegen müsste.

          Irak befürchtet Angriff

          Außerdem betonte die OIC die Wichtigkeit der territorialen Einheit Afghanistans und seines islamischen Charakters. Die Konferenz wies ein gezieltes Vorgehen gegen arabische Länder unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terrorismus zurück. Der Irak hat die Befürchtung geäußert, Opfer eines Angriffes der Vereinigten Staaten zu werden.

          Hilfsfonds für Afghanistan

          Der Emir von Katar rief dazu auf, einen Hilfsfonds für das afghanische Volk einzurichten. Sein Land werde dafür 10 Millionen Dollar bereitstellen.

          In der Islamischen Konferenz sind 57 Staaten mit 1,2 Milliarden Einwohnern zusammengeschlossen. Bei der Tagung in Doha sollte eine einheitliche Position der Mitgliedsländer zu den Terroranschlägen auf New York und Washington und die amerikanischen Gegenschläge formuliert werden.

          Definitionssuche

          Die Islamische Konferenz strebt - vor dem Hintergrund des palästinensisch- israelischen Konflikts - eine Definition von Terrorismus an, die diese Gewaltform unterscheidet von dem Widerstand gegen Besatzer.

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