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Stigmatisierungen vermeiden : Terrorprozess ohne Öffentlichkeit

Sarah O. wird neben IS-Mitgliedschaft unter anderem Menschenhandel und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Bild: dpa

Die mutmaßliche Dschihadistin Sarah O. muss sich vor dem OLG Düsseldorf verantworten. Eigentlich hätte der Prozess viele Erkenntnisse zur Frauenrolle im IS liefern können. Nun wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

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          Sarah O. sieht nicht mehr aus wie eine überzeugte Dschihadistin. Als sie am Mittwochmorgen in den Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf geführt wird, hat sie ein graues Business-Kostüm an und trägt ihre langen Haare offen. Die Deutsch-Algerierin aus Konstanz reiste nach Erkenntnissen der Ermittler im Oktober 2013 über die Türkei nach Syrien und schloss sich dort dem „Islamischen Staat“ (IS) an.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Einige Monate später heiratete sie den ebenfalls aus Deutschland stammenden IS-Kämpfer Ismail S. und übernahm mit ihm laut Anklage Wach- und Polizeidienste für den IS. Zudem wirft die Bundesanwaltschaft der mittlerweile 21 Jahre alten Sarah O. vor, sie habe gemeinsam mit ihrem Mann und ihren in Syrien zur Welt gekommenen Kindern Wohnungen bezogen, deren Eigentümer getötet oder vertrieben worden waren, um auf diese Weise den Gebietsanspruch des IS zu festigen.

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