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Irak-Krise : Saddam Hussein verbietet Massenvernichtungswaffen

  • Aktualisiert am

Saddam Hussein lenkt ein Bild: AP

Ein Erlass des irakischen Präsidenten verbietet es künftig "Einzelpersonen und Unternehmen im privaten und halbstaatlichen Sektor", Massenvernichtungswaffen einzuführen und zu produzieren.

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          Mit einer zweideutigen Erklärung verwirrt der der irakische Präsident die Öffentlichkeit. Danach ist es "Einzelpersonen und Unternehmen im privaten und halbstaatlichen Sektor" untersagt, "chemische, biologische und atomare Waffen einzuführen und zu produzieren".

          Saddam Hussein wies seine Minister an, alle notwendigen Schritte zur Umsetzung seines Erlasses zu unternehmen, meldet die Nachrtichtenagentur Reuters. Auch soll das irakische Parlament den Erlass am Nachmittag bestätigen. Gegenüber der amtlichen irakischen Nachrichtenagentur INA bekräftigte Saddam Hussein seine Behauptung, der Irak verfüge über keine Massenvernichtungswaffen.

          Der irakische Präsident scheint damit -- wenige Stunden, bevor die Waffeninspekteure Hans Blix und Mohammed El Baradei ihren Bericht dem Weltsicherheitsrat vorlegen -- einer seit langem erhobenen Forderung der Vereinten Nationen nachkommen zu wollen.

          Innerhalb des Interpretationsspielraumes, den der merkwürdige Erlass vorsieht, wäre es jedoch künftig Individuen und Institutionen im staatlichen Sektor möglich, "chemische, biologische und atomare Waffen einzuführen und zu produzieren". Dies kann wohl kaum die Sorge der Amerikaner beschwichtigen.

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