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Irak-Krise : Amerika schickt Flugzeugträger in den Golf

  • Aktualisiert am

Tausende Freiwillige melden sich für den Kampf gegen die Dschihadisten Bild: REUTERS

Präsident Obama zeigt in der Irak-Krise deutliche Zurückhaltung. Er sieht erst einmal die Iraker in der Verantwortung. Für alle Fälle bezieht ein amerikanischer Flugzeugträger im Persischen Golf Stellung.

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          Als Reaktion auf das massive Vorrücken der Isis-Terrorbrigaden im Irak haben die Vereinigten Staaten einen Flugzeugträger in die Region geschickt. Die „USS George H.W. Bush“ sei bisher im Arabischen Meer stationiert gewesen und solle am Sonntag (Ortszeit) den Persischen Golf erreichen, wie das Pentagon in Washington mitteilte. Begleitet werde das Schiff von einem mit Raketen bestückten Kreuzer und einem Zerstörer.

          Damit solle Präsident Barack Obama zusätzliche Flexibilität gegeben werden, „sollten militärische Optionen nötig werden, um das Leben von Amerikanern, Bürgern und Interessen im Irak zu schützen“.

          Obama hatte zuvor eine Rückkehr amerikanischer Kampftruppen in den Irak ausgeschlossen. Zugleich hielt er sich andere militärische Optionen offen. Die oppositionellen Republikaner riefen Obama zu einem entschiedeneren Vorgehen auf. John McCain, einflussreicher Senator aus Arizona, drängte Obama zu sofortigen Luftangriffen, um den Vormarsch der Dschihadisten zu stoppen.

          Außenminister John Kerry sagte in einem Telefonat mit dem irakischen Außenminister Hoschiar Sebari, amerikanische Hilfe brächte nichts, solange die verschiedenen Gruppen in dem Land nicht ihre Differenzen überwänden, um die für die Zukunft des Iraks notwendige nationale Einheit zu schaffen.

          Im Irak erklärten sich Tausende Freiwillige zum Widerstand gegen die sunnitische Terrororganisation „Islamische Staat im Irak und in Syrien“ (Isis) bereit. Allein in Nadschaf würden 100.000 Rekruten für die Aufnahme in die irakische Armee erwartet, berichtete „Al-Sumaria News“ am Samstag. Zuletzt hieß es in Bagdad, einige von Isis eingenommene Städte seien zurückerobert worden.

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