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Irak : Anschlag auf Parlamentspräsident

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Der irakische Parlamentspräsident ist nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Die Gewalt nimmt wieder zu. Alleine im Januar wurden mehr als tausend Menschen getötet.

          Der irakische Parlamentspräsident Ussama al-Nudschaifi ist nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Nach Angabe seines Büros fuhr der sunnitische Politiker am Montag mit seinem Konvoi durch die nordirakische Stadt Mossul, als am Straßenrand ein Sprengsatz explodierte. Einer seiner Leibwächter wurde demnach verletzt. Mossul ist die Hauptstadt der Unruheprovinz Niniweh, ihr Gouverneur ist ein Bruder des Parlamentspräsidenten. Anschläge sind dort an der Tagesordnung.

          Im Norden Bagdads töteten sich unterdessen 21 Aufständische während eines Drehs von einem Propagandafilm versehentlich selbst. Während der Filmaufnahmen zu einem „Selbstmordanschlag“ wurde die Autobombe aufgrund einer technischen Panne ausgelöst, wie die Polizei mitteilte. Unter den Toten war demnach auch ein künftiger Selbstmordattentäter. Bei weiteren Anschlägen in Bagdad, Mussajib und Balad wurden fünf Menschen getötet, drei Aufständische starben bei Gefechten mit den irakischen Sicherheitskräften.

          Die Gewalt im Irak hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Alleine im Januar wurden nach Regierungsangaben mehr als tausend Menschen getötet. Diplomaten riefen den schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki auf, der unzufriedenen sunnitischen Minderheit entgegenzukommen. Mit Blick auf die Wahl im April ist Maliki bislang aber seiner harten Linie treu geblieben.

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