https://www.faz.net/-gpf-7l2kd

Irak : Amerika will irakische Armee aufrüsten

  • Aktualisiert am

Hellfire-Raketen sollen bald auch der irakischen Armee im Kampf gegen Al-Kaida helfen Bild: AFP

Die Terroristen im Irak sind auf dem Vormarsch. Nun reagieren die Amerikaner: Mit neuen Raketen, Aufklärungsdrohnen und schnelleren Waffenlieferungen will man der Regierung in Bagdad zur Seite stehen.

          1 Min.

          Angesichts des Vormarsches von Terroristen im Irak wollen die Vereinigten Staaten der Regierung in Bagdad rascher militärisches Gerät zur Verfügung stellen. Die Lieferungen in das Land würden beschleunigt, sagte der Sprecher des Präsidialamtes, Jay Carney, am Montag (Ortszeit) in Washington. So würden etwa weitere „Hellfire“-Raketen ausgeliefert. Zudem sollten die Iraker in den kommenden Wochen zehn und im Laufe des Jahres 48 weitere Aufklärungsdrohnen erhalten, um Terroristen aufzuspüren.

          Die Amerikaner hatten sich zuletzt sehr beunruhigt über das Erstarken von Al-Kaida-Kämpfern im Westen des Iraks gezeigt. Die Extremisten besetzten unter anderem Teile der Stadt Falludscha. Direkte Truppenhilfe bei der Vertreibung der Terroristen will Amerika der Regierung in Bagdad aber nicht gewähren.

          Vizepräsident Joe Biden sicherte Ministerpräsident Nuri al-Maliki am Montagnachmittag (Ortszeit) aber in einem Telefonat die Unterstützung der Vereinigten Staaten zu. Zugleich lobte er die inzwischen etablierte Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte mit den Stammesführern in der Unruhe-Provinz Anbar.

          Die amerikanische Armee war 2003 im Irak einmarschiert und hatte den Diktator Saddam Hussein gestürzt. Nach dem Zusammenbruch der Staatsmacht bemühten sich die Amerikaner vergeblich, eine stabile Nachkriegsordnung zu installieren. Im Dezember 2011 verließen die letzten Truppen den Irak.

          Weitere Themen

          SPD will Hartz IV hinter sich lassen Video-Seite öffnen

          Dreyer auf Bundesparteitag : SPD will Hartz IV hinter sich lassen

          Die SPD will mit ihrem Sozialstaatskonzept den innerparteilichen Dauerstreit über die Arbeitsmarktreformen der Agenda 2010 beenden. Das verkündete Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Rede auf dem Bundesparteitag.

          Rien ne va plus

          Auch Montag Streiks in Frankreich : Rien ne va plus

          Frankreich steht still: Am Samstag fährt nur ein Bruchteil der Züge, Lkw-Fahrer legen gleich mehrere Autobahnen lahm. Und die Gewerkschaften kündigen weitere massive Proteste an – auch zum Beginn der neuen Woche.

          Topmeldungen

          Es muss nicht die große Karriere sein: Auch im kleinen leisten viele Arbeitnehmer Heldenhaftes.

          Erfolgreich im Beruf : Verborgene Helden

          Mit Karriere verbinden wir Geld, Aufstieg und Ruhm. Erfolg und Erfüllung gibt es aber auch hinter den Kulissen. Fünf Beispiele für ein erfülltes Berufsleben.

          Parteitag in Berlin : Die Wende der SPD

          Der Parteitag in Berlin ist ein historischer Bruch für die SPD. Sie verabschiedet sich endgültig von der „neoliberalen“ Schröder-Ära durch ein Programm für einen „neuen Sozialstaat“.

          1:2 in Mönchengladbach : Die Bayern verlieren die Kontrolle und das Spiel

          Die Münchner dominieren das Topspiel zunächst nach Belieben, treffen aber das Tor nicht. Als sie es doch tun, kommt Gladbach schnell zum Ausgleich. In der Nachspielzeit überschlagen sich dann die Ereignisse.
          Olga Tokarczuk und Peter Handke nach ihren „Nobel Lectures“ in Stockholm.

          Vorträge der Nobelpreisträger : Eine Rede aus zweiter Hand

          Peter Handke zitiert in seinem Vortrag vor allem eigene und fremde Werke. Dagegen bemüht sich Olga Tokarczuk um ein neues Ideal für die Literatur, das sich an der ältesten Erzählperspektive der Welt orientiert: der der Bibel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.