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Internet- und Telefondaten : Kanada bestätigt Existenz eines Spähprogramms

  • Aktualisiert am

Minister MacKay am Montag im Parlament Bild: REUTERS

Nicht nur in den Vereinigten Staaten, auch in Kanada sammelt der Geheimdienst IP-Adressen und Telefonverbindungsdaten. Das gestand Verteidigungsminister MacKay vor dem Parlament.

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          Vor dem Hintergrund des Datensammel-Skandals in den Vereinigten Staaten hat Kanadas Verteidigungsminister Peter MacKay die Existenz eines eigenen globalen Abhör- und Spähprogramms bestätigt. Er habe den kanadischen Geheimdienst CSE autorisiert, die Telekommunikation weltweit auszuspähen und digitale Spuren von Telefon- und Internetverbindungen zu sammeln, sagte MacKay am Montag im Parlament.

          „Die CSE befasst sich nicht mit der Kommunikation von Kanadiern. Dies ist Auslandsspionage. Das ist etwas, was seit Jahren passiert ist“, sagte MacKay. Fragen, ob der kanadische Dienst Gebrauch von den vom amerikanischen Geheimdienst NSA in Kanada gesammelten Daten mache, wich er aus.

          Laut einem Bericht der Zeitung „Globe and Mail“ wurde Kanadas Spähprogramm 2005 unter der Regierung von Premierminister Paul Martin ins Leben gerufen, 2008 aber wieder eingestellt, nachdem ein CSE-Kontrollgremium die Verwendung der Daten moniert hatte. MacKay habe das Programm dann 2011 per Erlass wieder aktiviert.

          Dem Zeitungsbericht zufolge geht es dabei um das Sammeln und die Auswertung unter anderem von IP-Adressen und Telefonnummern sowie die Dauer und Häufigkeit von Telefonverbindungen.

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