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Internet : Anonym surfen leicht gemacht

  • Aktualisiert am

Bild: FEM-Grafik

Schon 4000 Internet-Nutzer surfen anonym und unbeobachtbar mit JAP. Das Programm wird weiter entwickelt.

          Schon rund 4000 Internet-Nutzer haben sich die „virtuelle Tarnkappe“ angezogen und surfen regelmäßig mit Java Anon Proxy, kurz JAP, durch das Netz: anonym und unbeobachtbar. Das Programm wird von Informatikern der Technischen Universität Dresden und der Freien Universität Berlin entwickelt. Nach Ansicht des Entwicklers Hannes Federrath funktioniert es „schon ziemlich perfekt.“

          Über JAP gestellte Anfragen ins Netz werden mehrfach verschlüsselt und durchlaufen eine festgelegte Reihe von drei bis fünf voneinander unabhängigen Servern, eine so genannte Mix-Proxy-Kaskade. In jeder dieser Anonymisier-Stationen werden die Anfragen mit denen anderer Nutzer gemischt. Die Betreiber der Server verpflichten sich, keine Daten über die transportierten Verbindung zu speichern, noch mit anderen Betreibern Daten auszutauschen. Ergebnis des Verschlüsselns und Mischens: Nicht einmal die JAP-Betreiber können herausfinden, wer wohin surft.

          Sicherheit für Unternehmen

          JAP ist dabei nicht nur für private Surfer interessant: Auch Unternehmen können ihre Mitarbeiter so anonym ins Netz lassen. So bleibt der Konkurrenz verborgen, für welche Seiten sich das Unternehmen interessiert - und welche zukünftigen Projekte damit möglicherweise verbunden sein könnten.

          Schon jetzt gilt das System als sicher, wenn es darum geht, die Surf-Daten vor dem Internet-Service-Provider und Systemadministratoren anonym zu halten. In Zukunft soll es auch sicher sein vor großflächigen Überwachungsversuchen.

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