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Integrationsbericht : Streitschrift

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Vergeblich sucht man in Frau Böhmers „Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ Zitate aus einem Lehreraufsatz zur „Deutschfeindlichkeit in Schulen“. Wenn Integration „keine Einbahnstraße“ sein soll, muss dieser Aspekt auch in den Integrationsbericht eingehen.

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          Dreihundertzwanzig Seiten umfasst der am Donnerstag im Bundestag vorgestellte „Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat es sich nicht nehmen lassen, das Konvolut zur Streitschrift wider die „Halbwahrheiten und kruden Vererbungstheorien“ Thilo Sarrazins zu erklären.

          Das war gewagt. Ihr Bericht stützt sich auf Hunderte von Studien – das Buch des skandalisierten Autors kommt darin allerdings nicht vor. Ebenso wenig wie das von Kirsten Heisig („Ende der Geduld“), das vor der Sarrazin-Debatte die Gemüter erregte.

          Vergeblich sucht man in Frau Böhmers Bericht auch Zitate eines Aufsatzes aus der Berliner Lehrerzeitung, der ebenfalls gestern Schlagzeilen machte: „Deutschfeindlichkeit in Schulen“. Von Mobbing auf dem Schulhof gegen deutsche und nicht-islamische ausländische Schüler wusste Frau Böhmer nur mündlich zu berichten. Wenn Integration „keine Einbahnstraße“ sein soll, wie immer gesagt wird, muss dieser Aspekt auch in den Integrationsbericht eingehen.

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