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Themen des zweiten Triells : Außenpolitik? Fehlanzeige!

Keine Fragen zu Außenpolitik im Triell: Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) Bild: dpa

Was haben sich die Fragesteller dabei gedacht? Im zweiten Triell geht es nur um deutsche Innereien, Europa und die Welt kommen nicht vor. Provinziell!

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          Im ersten Triell wurde wenigstens über Afghanistan gesprochen und darüber, ob sich die Bundesregierung Versäumnisse habe zuschulden kommen lassen bei der Rettung deutscher Staatsbürger und afghanischer Ortskräfte. Bei der zweiten Diskussionsrunde der drei Kanzlerkandidaten herrschte europa-, außen- und sicherheitspolitisch Funkstille. Nicht eine einzige Frage zu den für Deutschland nicht ganz unwichtigen Themenkomplexen wurde Baerbock, Laschet und Scholz gestellt. Nicht eine einzige! Man fragt sich, was die Fragesteller von ARD und ZDF und die ihnen zuarbeitenden Redaktionen sich dabei gedacht haben. Vergessen? Nicht wahlentscheidend?

          Gerne hätte man von Baerbock gewusst, wie sich Deutschland im neuen kalten Krieg zwischen Amerika und China positionieren soll; von Scholz, wie er die Stabilität der Finanzen in der EU garantieren und die Bundeswehr finanzieren möchte; von Laschet, wie er das Verhältnis zu Putins Russland gestalten würde.

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          Alle Drei hätten sich zu Rolle, Interessen und Ambitionen Deutschlands in einer Welt äußern können, in denen alte Sicherheiten ins Wanken geraten sind (Stichwort Amerika), und zu den großen Erwartungen an unser Land – ein Land, das von offenen, freien Märkten abhängt und davon, dass die Regeln eingehalten werden. Vielleicht haben ja die drei Bewerber eine Idee von Deutschland in der Welt von morgen. Gefragt wurden sie danach nicht. Das ist bedauerlich.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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