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Zweite Corona-Welle : Im Krisenfall das Vorgehen googeln

Drive-In-Tests in Stuttgart Bild: AFP

Haben sich die Bundesländer genug auf die zweite Corona-Welle vorbereitet? Baden-Württembergs-Landesregierung soll den Sommer nicht genug genutzt haben, kritisieren jetzt Kliniken und Städtetag.

          3 Min.

          Die zweite Sars-CoV-2-Welle rollt mit großer Wucht über Baden-Württemberg: Die Stadt Stuttgart und der Landkreis Esslingen sind mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als siebzig pro 100000 Einwohner seit dem Wochenende Infektionshochburgen. Die Gesundheitsämter verloren binnen weniger Tage die Kontrolle und können die Kontakte infizierter Bürger kaum noch vollständig verfolgen, was auch daran liegt, dass junge Menschen sozial aktiver sind. In beiden Städten muss in den nächsten Tagen die Bundeswehr aushelfen. Eltern bekommen im Stundentakt widersprüchliche Nachrichten, ob der Schulbetrieb auf Online-Plattformen verlagert wird oder nicht.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Gesundheitsminister Manfred Lucha (Die Grünen) sprach davon, dass Kliniken nach Angaben eines Klinikchefs jetzt Mundschutzmasken für „die nächsten vierhundert Jahre“ im Lager hätten und jedes internistische Bett in wenigen Stunden zu einem Intensivbett für Covid-Patienten hochgerüstet werden könne. Ein Aussage, die bei Anästhesisten Kopfschütteln hervorruft und als unnötig beschönigend wahrgenommen werden dürfte. Wenn schon jetzt in einzelnen Gesundheitsämtern der Kontrollverlust droht, geht es um die Frage, wie sich das Land auf die zweite Welle vorbereitet hat.

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