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Zweite Corona-Welle : Es ist wieder wie im März

Andres als zu Hochzeiten der Pandemie im März ist das Wetter im Oktober deutlich schlechter – und der Mund-Nasen-Schutz muss in immer mehr Städten an bestimmten Orten auch im Freien getragen werden. Bild: dpa

Und zugleich ist es auch anders: Brachten zuerst Reiserückkehrer das Coronavirus mit, findet die Übertragung inzwischen im Alltagsleben statt. Und die Infizierten haben mehr Kontakte – für die Gesundheitsämter ist das ein großes Problem.

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          Es war drei Wochen nach den Sommerferien, als die Zahlen in Remscheid sprunghaft stiegen. Kurz darauf überschritt die Industriestadt im Bergischen Land erstmals den sogenannten Inzidenzwert von 35 Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. Bei der Nachverfolgung merkte das Gesundheitsamt der Stadt, dass die Infizierten vor allem Reiserückkehrer waren. Remscheid hat einen Migrantenanteil von 39 Prozent, wichtig ist der Stadt aber, dass das Infektionsgeschehen nicht allein darauf zurückgeht.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

          „Es sind keineswegs nur die Urlaubsheimkehrer aus der Türkei oder vom Balkan, die sich infiziert haben“, sagt der Leiter des Krisenstabes, Thomas Neuhaus. „Manche kamen oder kommen zum Beispiel aus Holland, Spanien, Italien, Frankreich oder Bayern zurück und haben das Virus dabei.“ Die Rückkehrer wirkten „wie ein Beschleuniger“, sagt Neuhaus. In einer Familie hatten sich alle Mitglieder angesteckt – und trugen das Virus in die Schule, in den Betrieb und in die Nachbarschaft. In Remscheid gab es kein Einzelereignis wie eine große Hochzeit, das zu einem Corona-Cluster führte, so wie es im westfälischen Hamm der Fall gewesen sein könnte. Es gab auch keinen Ausbruch im Altersheim wie im niedersächsischen Vechta.

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