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Zum Nachlesen : Gaulands Rede im Wortlaut

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Und, liebe Freunde, lasst euch bitte nicht einreden von den Medien, das sei eine völkische Position. Ich habe gerade entwickelt, dass es keine völkische Position ist. Und natürlich ist man zum Beispiel Franzose, indem man für die französische Verfassung und den französischen Staat optiert und votiert. Ja, das gibt es und das soll es auch in Deutschland geben. Aber es kann nicht sein, dass wir diese Regeln brechen, die alle anderen Völker Europas haben.

Denn auch die Briten, die jetzt über den berühmten Austritt nachdenken, fürchten nur eine Geschichte wirklich. Sie fürchten, wenn sie in der EU bleiben, dass sie Teil dieser Einwanderungskultur werden, die sie inzwischen in einigen Großstädten in übelster Weise erlebt haben und die sie nicht wollen. Und da das eine europäische Politik ist, kann es durchaus sein, dass eine Mehrheit der Briten sagt: Dieses Europa mit dieser Zuwanderung - bei uns bitte nicht. Und das ist nicht völkisch, sondern das ist die Sicherung des eigenen Herkommens und der eigenen Zukunft. Es ist die Sicherung der Traditionen, aus denen jedes Volk lebt. 

Liebe Freunde, wenn man so spricht - das weiß ich auch -, wird man inzwischen verdächtigt, dass man die europäischen Werte nicht achtet. Ja. Dass man nicht gelernt hat aus der Geschichte. Ganz schnell kommt dann auch Auschwitz ins Spiel. Der moralische Hochmut, der aus diesem Unsinn spricht, könnte uns nochmal das Genick brechen. Denn alle anderen Völker Europas haben den moralischen Hochmut, der sich heute in der Noch-Kanzlerin-Diktatorin ausdrückt, bis oben hin satt.

Diese Frau, die bis jetzt in der Flüchtlingspolitik außer einem windigen Abkommen mit einem östlichen Potentaten nichts zustande gebracht hat, beschimpft auf übelste Weise die Balkanstaaten und die Österreicher, die das einzige gemacht haben, was uns wirklich geholfen hat: Sie haben die Balkanroute gesperrt gegen den Protest von Frau Merkel, die am liebsten den Zuzug unkontrolliert weiter gehabt hätte und heute diese Staaten dafür verantwortlich machen, dass sie diesen, das nicht wollen. Nur, Frau Merkel: Diese Staaten hatten schon mal eine türkische Besatzung, zweihundert Jahre, und die wissen, was Fremdherrschaft bedeutet. (Großer Applaus, in dem zwei Gauland-Sätze untergehen, F.A.S.)

... die Ungarn, die Slowaken, die Tschechen sagen: Nein, eine muslimische Einwanderung wollen wir jedenfalls nicht! - Das hat nichts mit europäischen Werten zu tun, denn der Islam ist kein europäischer Wert. Und so, wie sich die osteuropäischen Völker dagegen wehren, so müssen wir uns auch gegen unkontrollierten Zuwachs von Bevölkerung aus fremden Kulturen wehren. Und das beginnt spätestens bei der Bundestagswahl. 

Lassen Sie mich noch einen Gedanken zum Abschluss sagen. Inzwischen haben wir ja viele Verbündete für diese Politik. Am Anfang hieß es, Merkel macht das, was die Europäer wollen. Heute steht sie ganz allein da. Es war eine der großen Traditionen von Helmut Kohl, die kleinen Völker Europas einzubinden. Tatsächlich binden wir niemanden mehr von den kleinen Völkern ein. Wir stehen ganz alleine. Wir stehen mit unserem Hochmut gegen den Rest Europas. Und das wird auf Dauer nicht gutgehen. Das ist nie gutgegangen, wenn Deutschland hochmütig war. Und dabei ist es gleichgültig, ob der Hochmut von einem Kaiser kam oder ob er von einer angeblichen Bundeskanzlerin kommt. Hochmut kommt vor dem Fall! Und der Fall von Frau Merkel wird kommen, so sicher ich hier stehe. Ich bedanke mich ganz herzlich.

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