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Kanzlerkandidatur : Baerbock oder Habeck?

Baerbock oder Habeck? Oder am Ende doch nur Schulz? Bild: AFP

Um nicht in den Verdacht zu geraten, sie hielten ihren Aufschwung selbst nur für ein Soufflé, das alsbald in sich zusammenfällt, müssen die Grünen die K-Frage beantworten.

          Der Höhenflug der Grünen erinnert an den Schulz-Hype. Um ihn zu erklären, lassen sich viele triftige Gründe finden. Es bleibt aber ein Rest des Unerklärlichen. Irgendwann müssen die Grünen dennoch Konsequenzen ziehen, um nicht in den Verdacht zu geraten, sie hielten ihren Aufschwung selbst nur für ein Soufflé, das alsbald in sich zusammenfällt.

          Die Verlegenheit, in die sie dadurch geraten, äußert sich darin, was die Grünen zu einer Kanzlerkandidatur zu sagen haben. Sie weichen aus und wollen den Eindruck vermitteln, es gehe ihnen nicht um Macht oder Personen, sondern um Inhalte. Dann hätten sie sich aber, unter Berufung auf ihre Verantwortung und das Grundgesetz, für einen Regierungswechsel bereit erklären müssen. Stattdessen wollen sie die Gunst der Stunde nutzen und plädieren für vorgezogene Wahlen. Da winkt ihnen doppelte oder dreifache Stärke im Bundestag.

          Das ist machtpolitisches Kalkül, wenn auch im Interesse inhaltlicher Durchsetzungskraft. Erst recht dann aber müssten sie doch zeigen, ob sie kanzlerfähig sind. Also: Baerbock oder Habeck? Oder am Ende doch nur Schulz?

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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