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Zum 1. November : Sigmar Gabriel gibt Bundestagsmandat ab

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Sigmar Gabriel spricht während einer Aktuellen Stunde im Juni 2019 vor dem Bundestag. Bild: dpa

Seit 2005 sitzt Sigmar Gabriel für die Sozialdemokraten im Bundestag. Doch der Oktober wird sein letzter Monat als Abgeordneter. In einem Brief an Weggefährten erläutert der frühere SPD-Chef seine Gründe.

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          Der frühere SPD-Parteichef Sigmar Gabriel wird sein Bundestagsmandat zum 1. November abgeben. Das hat er in einem Schreiben an Freunde und Weggefährten angekündigt, das der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend vorlag. Auch die „Goslarsche Zeitung“ und „Braunschweiger Zeitung“ berichteten darüber. „Wenn ich jetzt nach etwas mehr als der Hälfte der Legislaturperiode schon ausscheide, hat das sehr persönliche Gründe“, schreibt der ehemalige Außenminister, der für den Wahlkreis Salzgitter-Wolfenbüttel im Bundestag sitzt.

          „Für mich war das Heranrücken des etwas „magisch“ wirkenden 60. Geburtstages schon seit längerem Anlass, über meine weitere politische und berufliche Tätigkeit nachzudenken.“ Gabriel feierte Mitte September seinen 60. Geburtstag. Zwei Lehraufträge an den Universitäten Bonn und Harvard, die Arbeit als Redner und das Ehrenamt als Vorsitzender der Atlantik-Brücke beschäftigten und beanspruchten ihn zunehmend. „Beides – das Abgeordnetenmandat und diese neuen Aufgaben – parallel wahrzunehmen, halte ich nicht für vertretbar.“

          Gabriel sitzt seit 2005 im Bundestag. Bereits in seinem ersten Jahr als Bundestagsabgeordneter erhielt er als Umweltminister einen Platz am Kabinettstisch und leitete das Ministerium bis 2009. Vier Jahre später übernahm Gabriel als als Vizekanzler und Wirtschaftsminister eine zentrale Rolle im dritten Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel ein. Im Januar 2017 trat der SPD-Politiker die Nachfolge seines Parteifreundes Frank-Walter Steinmeier an, nachdem dieser zum Bundespräsidenten gewählt wurde. Diesen Posten gab er nach der Bundestagswahl 2017und der darauffolgenden Zeit in der geschäftsführenden Bundesregierung im vergangenen Jahr an Amtsinhaber Heiko Maas ab.

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