https://www.faz.net/-gpf-9shty

Landwirtschaft : Bauern müssen leben können

Bauern demonstrieren am Dienstag in Bayreuth gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung. Bild: dpa

Der Bauer muss leben können – trotz Regeldickichts und Bürgern, die den nötigen Preis nicht zu zahlen bereit sind. Es geht nicht um Folklore, sondern um Gesundheit und Überleben aller.

          1 Min.

          Der Bauer ist zum Prügelknaben einer pseudoumweltbewussten Wohlstandsgesellschaft geworden. Im Zweifel gilt er als Tierquäler und Giftmischer. Auch bei jenen Deutschen, die so gern Urlaub auf dem Bauernhof machen. Denn die suchen eigentlich nach einer keim- und geruchsfreien und vor allem billigen Idylle, aber nicht nach Landleben.

          Dabei wird dort, auf dem Land, letztlich über die Zukunft entschieden. Unsere Landschaft ist eine Kulturleistung, die geschaffen wurde, als von „Verbrauchern“ noch nicht die Rede war. Die stehen heute im Mittelpunkt, siehe das Agrarpaket der Bundesregierung, Düngeverordnung und Insektenschutz inklusive. Es ist so weit gekommen, dass die Landwirtschaftsministerin ihre Aufgabe darin sieht, Gesellschaft und Landwirtschaft zusammenzubringen.

          Jeder Landwirt sollte ein Interesse am Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen haben. Aber er muss selbst davon leben können – trotz Regeldickichts und Bürgern, die den nötigen Preis nicht zu zahlen bereit sind. Es geht nicht um Folklore, sondern um Gesundheit und Überleben.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Habeck wirbt für „Green-New-Deal“ Video-Seite öffnen

          Auf Bundesparteitag : Habeck wirbt für „Green-New-Deal“

          Der Bundesparteivorsitzende bezog sich in seiner Rede auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld immer wieder auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Ära Merkel ginge merklich zu ende, und seine Partei wolle die Weichen für eine neue Ära setzen, so Habeck.

          Topmeldungen

          Bahn-Chef Richard Lutz (rechts) und der bisherige Finanzvorstand Alexander Doll

          Führungschaos bei der Bahn : Höchste Eisenbahn

          Zuletzt hatte es noch Hoffnung geben, die Bahn könnte ihre Probleme hinter sich lassen. Doch nun tobt ein Führungschaos in der Chefetage. Das erste Opfer: Finanzvorstand Alexander Doll. Aber der eigentliche Skandal liegt woanders.

          Parteitag der Grünen : Alles scheint möglich

          Die Grünen profitieren enorm von der Debatte über den Klimaschutz. Auf ihrem Parteitag in Bielefeld wollen sie sich inhaltlich trotzdem weiter öffnen. Und eine Frage schwebt über allem: Wird es einen grünen Kanzlerkandidaten geben?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.